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Ein Boot voller geflüchteter Menschen treibt im Meer. Eine Tragödie, für die die Politik verantwortlich ist. Foto: Ärzte der Welt

Bootsunglück im Ärmelkanal

 

Bei einem Bootsunglück im Ärmelkanal sind vergangene Woche 27 Menschen gestorben, ein Mensch wird weiterhin vermisst. Es ist eine Tragödie, die hätte verhindert werden können. Ärzte der Welt und weitere Organisationen fordern erneut menschenwürdige Lösungen und legale Transit-Verfahren für Menschen auf der Flucht.

 

27 Menschen sind im Ärmelkanal ertrunken, als sie am 24. November versucht haben, von Frankreich nach Großbritannien überzusetzen. Die Reaktion der Behörden auf diese schreckliche Tatsache empört uns. Frankreich und das Vereinigte Königreich entziehen sich ihrer Verantwortung: Migrant*innen überqueren den Ärmelkanal nur deshalb illegal in Booten, weil ein legaler Weg nach Großbritannien nicht möglich ist.

Die französischen und britischen Behörden verwandeln mit ihren repressiven Grenzschutz-Maßnahmen das Meer in einen Friedhof, da sie die Menschen dazu zwingen, immer größere Risiken einzugehen und sich Schleppern auszuliefern.

Unsere Organisationen warnen immer wieder vor den Folgen der Abschottungspolitik. Sie missachtet die Würde und die Rechte der im Exil lebenden Menschen.

Staatliche Lösungen sind zwingend erforderlich

Unsere Organisationen erinnern an die Dringlichkeit einer staatlichen Lösung, die auf der Achtung der Menschen beruht. Wir fordern umgehend ein Ende der Zurückweisungen an der Nordseeküste, einen effektiven Zugang zum Asylverfahren in Frankreich und die Einrichtung sicherer und legaler Wege, um Großbritannien zu erreichen. 

Es muss ein Dialog mit allen betroffenen Parteien stattfinden, um eine angemessene Lösung für die Aufnahme von Geflüchteten an der Nordseeküste zu etablieren.

 

Allen Angehörigen der Verstorbenen möchten wir unser Beileid aussprechen.

 

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