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Klinik Gobongo in der Zentralafrikanischen Republik. Foto: Sébastien Dujindam

Die Corona-Pandemie ist da

Die Corona-Pandemie ist da

Das Coronavirus hat auch die Zentralafrikanische Republik erreicht. Die Regierung hat zwar reagiert und nötige Maßnahmen verhängt. Dennoch: Das ohnehin schlecht funktionierende Gesundheitssystem ist für eine Pandemie nicht gerüstet.

Am 14.03.2020 wurde die erste Infektion in der Zentralafrikanischen Republik festgestellt, am 26.5. zählte die WHO 651 Covid-19-Erkrankte. Von einer genauen Zahl ist dabei allerdings nicht auszugehen, da im Land nur sehr wenige Tests durchgeführt werden.

Die Regierung hat im Zuge der Pandemie-Eindämmung und zur Reduktion der Infektionen Maßnahmen wie Quarantäne, Versammlungsverbote und die Schließung öffentlicher Räumlichkeiten eingeleitet. Denn eine starke Infektionswelle, wie in vielen anderen Teilen der Welt, wäre für das Land und die dort lebenden Menschen verheerend:

Das Gesundheitssystem ist schon ohne eine Epidemie überlastet und der Großteil der Bevölkerung kann nicht medizinisch versorgt werden. Ein Ausnahmezustand wie ihn Covid-19 rund um die Welt auslöst, würde die Kapazitäten der gesundheitlichen Versorgung sprengen. Aufgrund mangelnder Informationen, großer Angst und Unsicherheit in der Bevölkerung besteht die Gefahr einer schnellen Ausbreitung des Virus. Zudem sehen viele Menschen die Corona-Pandemie als eine vom Ausland eingeschleppte Krankheit. So begegnen sie internationalem Gesundheitspersonal teilweise mit großer Skepsis.

Covid-19: Was wir tun

Mit Informations- und Sensibilisierungsangeboten engagieren sich die Teams von Ärzte der Welt in den Gemeinden, um die Menschen über das Virus und seine Folgen sowie Präventions- und Behandlungsmaßnahmen aufzuklären.

Ärzte der Welt führt unter anderem ein Projekt in Bangui durch und hat dort in zwei Gesundheitseinrichtungen damit begonnen, spezielle Präventionsmaßnahmen gegen Covid-19 umzusetzen. Ziel ist es, die gewohnte medizinische Versorgung weiterhin gewährleisten zu können und die Einrichtungen bestmöglich auf eine Ausnahmesituation vorzubereiten. Dafür wurden die Einrichtungen zum Beispiel mit Schutzausrüstung und Desinfektionsmitteln ausgestattet und Handwaschstationen errichtet. Außerdem schult Ärzte der Welt die Projektmitarbeiter*innen zu Präventionsmaßnahmen und zur Identifizierung von Coronafällen. Für Verdachtsfälle wird ein Isolationsbereich vorbereitet.

Auch psychosoziale Unterstützung wird den Menschen weiterhin vom Ärzte der Welt-Team und unseren lokalen Partnern angeboten. Diese richtet sich vor allem an Überlebende von geschlechtsspezifischer Gewalt, aber auch an alle anderen Menschen, die beispielsweise von Gewalt und Flucht traumatisiert sind.

Humanitäre Luftbrücke zur Versorgung aufgebaut

Zusammen mit anderen internationalen Nichtregierungsorganisationen und in Kooperation mit dem Netzwerk für humanitäre Logistik der Europäischen Union ist Ärzte der Welt außerdem an der ersten humanitären Luftbrücke beteiligt. Damit reagiert die Initiative auf die wegen Covid-19 geschlossenen Grenzen und den Mangel an Flügen. Die erste Maschine ist Anfang Mai von Frankreich in die Zentralafrikanische Republik geflogen und hat sowohl dringend benötigtes Material als auch humanitäres Personal in die Zentralafrikanische Republik, nach Burkina Faso, in die Demokratische Republik Kongo und in den Niger gebracht. In den nächsten Wochen und Monaten sollen etwa dreißig weitere Flüge aus verschiedenen europäischen Ländern stattfinden.

 

Das Auswärtige Amt unterstützt uns bei der Aufnahme von speziellen Covid-19-Aktivitäten in das laufende Projekt. Dennoch sind wir auf eine zusätzliche Finanzierung angewiesen. Bitte helfen Sie mit einer Spende.

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