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Im Südsudan bietet Ärzte der Welt Müttern und Kinder medizinische Hilfe. Foto: Bruno Abarca

Südsudan: Bürgerkrieg tobt weiter - wir helfen

Südsudan: Hilfe für Mütter und Kinder

Seit 4 Jahren herrscht im Südsudan ein Bürgerkrieg – mit gravierenden Folgen für die Bevölkerung: 1,9 Millionen Menschen sind zu Flüchtlingen im eigenen Land geworden, die Mehrheit von ihnen sind Frauen und Kinder. 1,1 Millionen Kinder unter fünf Jahren sind unterernährt und auf lebensrettende Maßnahmen angewiesen. Für eine gesicherte medizinische Versorgung startet Ärzte der Welt deshalb ein Projekt im Bezirk Bor im Zentrum des Landes.

Der Südsudan ist inzwischen vom Bürgerkrieg gezeichnet. Sieben Millionen Menschen sind auf humanitäre Hilfe angewiesen. Vor allem Frauen und Mädchen werden immer öfter Opfer von Gewalt. Die Zerstörung von Gesundheitseinrichtungen, Angriffe auf medizinisches Personal, Engpässe bei Medikamenten und Mitarbeitern haben den Zugang zur Gesundheitsversorgung massiv verschlechtert. Nur 22 Prozent der Gesundheitseinrichtungen sind voll funktionsfähig. Die meisten Frauen haben in der Schwangerschaft und bei der Geburt keine medizinische Versorgung.

Hauptziel des Ärzte der Welt-Projekts im Bezirk Bor ist es, die Kinder- und Müttersterblichkeit zu senken. Ebenso arbeiten die Teams daran, die Versorgung mit Nahrungsmitteln und Trinkwasser sicher zu stellen und eine effiziente medizinische Notfallversorgung aufzubauen.

Vorräte mit Medikamenten sichern Versorgung

Ärzte der Welt richtet derzeit Vorräte mit wichtigen Medikamenten und Materialien für Notfälle in der Region ein. Bereitgestellte Notfall-Behandlungskits können 200.000 Menschen drei Monate lang versorgen. So werden Engpässe vermieden und Ärzte der Welt kann auf die aktuellen Veränderungen der Situation schnell reagieren. Die Medikamente werden kostenlos an die betroffene Bevölkerung ausgegeben und auch in abgelegene Gebiete gebracht.

Ärzte der Welt-Teams schulen lokale Mitarbeiter

Die Teams von Ärzte der Welt werden zudem zusammen mit den Gesundheitsbehörden des Bezirks ein Ausbildungs- und Trainingsprogramm für die lokalen Mitarbeiter im Bereich der Basisgesundheitsversorgung anbieten. Fachleute werden die Kollegen darin schulen, Kinder mit Mangel- und Unterernährung zu identifizieren, Kinderkrankheiten und Erkrankungen wie Malaria, Lungenentzündung oder Durchfall zu behandeln und Präventionsmaßnahmen im Bereich Hygiene umzusetzen.

 

 

Hintergrund

Der Südsudan ist seit 2011 unabhängig vom Nachbarstaat Sudan. Seit 2013 tobt ein Bürgerkrieg, der das Land in eine tiefe ökonomische Krise gestürzt hat. Aufgrund der fehlenden Mittel haben Krankenhausmitarbeiter seit Anfang 2017 kein Gehalt mehr bekommen, viele mussten sich woanders Arbeit suchen. Sie fehlen nun umso mehr bei der Versorgung der Menschen.

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