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Medizinische Basisversorgung im Südsudan. Foto: Bruno Abarca

Ärzte der Welt: Hilfe im Südsudan

Südsudan

Nothilfe
6,1
Millionen

Menschen leiden unter Nahrungsmittelknappheit

101
von 1.000 Kindern

sterben vor ihrem 5. Lebensjahr

4,5
Millionen

Vertriebene

Die Situation

Seit 2011 gilt der Südsudan als unabhängiger Staat. Laut Vereinten Nationen lebten 2018 12,9 Millionen Einwohner im Land. Im Dezember 2013 begann ein bewaffneter Konflikt im Südsudan, der das Land gespalten hat und sich zu einer humanitären Krise zu entwickeln droht. Die gewaltsamen Konfrontationen haben zu massiven Vertreibungen der Bevölkerung geführt: Fast zwei Millionen Menschen sind innerhalb ihres Landes geflohen, mehr als 2,5 Millionen Menschen sind in die Nachbarländer Uganda, Kenia, Äthiopien und den Sudan ausgewichen.

 

Die anhaltende Krise der letzten drei Jahre hat die meisten Erfolge beim Aufbau eines Gesundheitssystems wieder zunichte gemacht. Die Mehrheit der Bevölkerung hat keinen Zugang zu Gesundheitsangeboten, auch wegen der allgegenwärtigen Gewalt. Die meisten Gesundheitseinrichtungen wurden während den zahlreichen Kämpfen zerstört und/oder geplündert. Nur 22 Prozent der Gesundheitsstationen sind voll funktionsfähig. Zudem fehlt fast überall qualifiziertes Personal: Auf einen Arzt kommen etwa 100.000 Patient(inn)en, auf eine Krankenschwester etwa 500 Menschen. Die Finanzierung von medizinischen Hilfsgütern hängt zu fast 100 Prozent von Spenden ab.

 

Das Land hat eine der höchsten Kindersterblichkeitsraten der Welt, vor allem wegen des mangelnden Zugangs zu medizinischer Versorgung, Mangel an qualifiziertem Personal und genügend Material, wegen fehlender Impfungen und ausreichend Nahrung. Zudem leidet die Bevölkerung unter häufigen Epidemien wie Cholera, Malaria, Masern, Meningitis oder hämorrhagischem Fieber.

 

 

Lediglich 10 Prozent der Gesundheitskräfte sind ausreichend qualifiziert. Foto: Bruno Abarca
Lediglich 10 Prozent der Gesundheitskräfte sind ausreichend qualifiziert. Foto: Bruno Abarca

News

Im Südsudan bietet Ärzte der Welt Müttern und Kinder medizinische Hilfe. Foto: Bruno Abarca
14.12.2017

Seit mehr als 4 Jahren wütet im Südsudan ein Bürgerkrieg – mit gravierenden Folgen für die Bevölkerung: Sieben Millionen Menschen sind auf humanitäre Hilfe angewiesen. Im Bezirk Bor im Zentrum des Landes unterstützen Ärzte der Welt die medizinische Versorgung der Menschen.

Unsere Hilfe

Seit der Hungersnot 2017 sind Teams von Ärzte der Welt im Südsudan aktiv. Wir unterstützen die Kinder- und Geburtsabteilung des Bor-Krankenhauses im Bezirk Jonglei mit dem Ziel, die Mütter- und Kindersterblichkeit zu senken und den Bereich der reproduktiven Gesundheit zu stärken, denn die meisten Kinder unter fünf Jahren sterben an eigentlich behandelbaren Krankheiten.

Ebenso arbeiten wir mit dem Krankenhaus zusammen, um Kinder mit schwerer akuter Unterernährung zu behandeln.

Wie wir helfen
  • Unterstützung im Krankenhaus Bor mit Fachpersonal und medizinischem Geräten und Material
  • Zusammenarbeit bei der Behandlung schwerer akuter Unterernährung und daraus resultierenden Komplikationen bei Babys und Kindern
  • Impfungen für Mütter und ihre Kinder
  • Maßnahmen in der Geburtshilfe und Prävention von Neugeboreneninfektionen im Krankenhaus
  • Behandlung von Kranken und Menschen, die bei Angriffen oder auf der Flucht verletzt wurden.

 

Wem wir beistehen
  • Kinder unter 5 Jahren
    Die Hauptursachen für die Sterblichkeit unter fünf Jahren sind Frühgeburten mit Komplikationen, Lungenentzündung, Geburtsathyxie, Durchfall und Malaria. Fast 45 Prozent der Todesfälle bei Kindern sind auf Unterernährung zurückzuführen. Mehr als die Hälfte dieser Todesfälle könnte durch einfache und erschwingliche Interventionen verhindert oder behandelt werden.
  • Frauen im gebährfähigen Alter
    Die zweithäufigste Todesursache für Frauen im Südsudan ist der Tod bei der Geburt oder im Wochenbett.
    Generell leiden Frauen besonders unter dem mangelnden Zugang zu Gesundheitsinformationen und -dienstleistungen, unter der wirtschaftlichen Instabilität und den ungleichen Machtverhältnissen.
  • Überlebende sexueller Gewalt 
    Mädchen und Frauen sind weitaus gefährdeter als Jungen, sexuellen Missbrauch und geschlechtsspezifische Gewalt zu erleiden. Seit dem Ausbruch von Gewalt im Jahr 2013 werden Frauen systematisch Opfer von sexueller Gewalt, sexueller Sklaverei und Zwangsheirat. Im Februar 2017 meldete der Southern Sudan Protection Cluster einen Anstieg der gemeldeten Fälle von sexueller und geschlechtsspezifischer Gewalt um 64 Prozent.
  • Menschen auf der Flucht
    Krieg und Hunger sind die Hauptgründe für die massiven Fluchtbewegungen im Südsudan, über die Grenzen hinweg und auch innerhalb des Landes. Binnenvertriebene sind aufgrund der schlechten Wasser-, Hygiene- und Sanitärbedingungen in Flüchtlingscamps und der mangelnden medizinischen Versorgung Epidemien ausgesetzt.
  • Gewaltopfer
    Als Folge von Stammeskämpfen, erhöhter allgemeiner Kriminalität und Kämpfen zwischen bewaffneten Gruppen steigt die Zahl der Menschen, die durch Schüsse und andere Waffen lebensbedrohlich verletzt werden.

 

 

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