Im Einsatz gegen Covid-19

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Ärzte der Welt setzt sich weltweit für die Eindämmung der Corona-Pandemie ein. Foto: Ignacio Marin

Ein Plan gegen Corona

Ein Plan gegen Corona

 

Auch Monate nach dem Ausbruch der Pandemie hat Covid-19 die Welt fest im Griff. Ärzte der Welt steht besonders gefährdeten Menschen auf allen Kontinenten bei – nicht nur in Kriegs- und Krisengebieten.

Menschen ohne Krankenversicherung, Personen, die in Sammelunterkünften wohnen müssen oder prekär beschäftigt sind, Drogennutzer*innen: Sie gehören zu den Gruppen, die besonderen Schutz vor Covid-19 benötigen. In insgesamt 67 Ländern steht Ärzte der Welt diesen Menschen mit speziellen Programmen bei.

Dabei stehen immer die gleichen Ziele im Vordergrund:

  • Menschen mit Informationen zu versorgen und Vertrauen aufzubauen, um riskantes Verhalten und die daraus resultierenden gesundheitlichen Konsequenzen zu minimieren,
  • das Infektionsgeschehen zu beobachten und zur Eindämmung beizutragen sowie Lücken im Auffinden von Krankheitsfällen zu identifizieren,
  • zu verhindern, dass sich die Krankheit in Gesundheitseinrichtungen ausbreitet und medizinisches Personal zu schützen,
  • die allgemeine medizinische Versorgung der Bevölkerung zu unterstützen und Gesundheitseinrichtungen dadurch zu entlasten und
  • zur Versorgung mit medizinisch notwendigen Materialien beizutragen.

 

Einige Beispiele aus Ländern, von denen wir nicht so häufig berichten:

Madagaskar

In Madagaskar hat Ärzte der Welt drei Krankenhäuser und 18 Gesundheitszentren dabei unterstützt, Triage- und Isolationsbereiche einzurichten. Daneben wurden Fortbildungen zum Infektionsschutz durchgeführt und Medikamente und Schutzausrüstung zur Verfügung gestellt. Gemeinsam mit Partnerorganisationen hat das Team vor Ort in allen Einrichtungen Hygieneprotokolle etabliert und die Bevölkerung über das Coronavirus und seine Übertragungswege informiert.

Italien

In Italien hat Ärzte der Welt auch auf digitale Lösungen gesetzt, um seine Aktivitäten zur Unterstützung von Migrant*innen fortzusetzen. So wurden verschiedene Online-Informationsveranstaltungen zu Covid-19 angeboten. Daneben haben die Kolleg*innen vor Ort eine Hotline eingerichtet, über die sie Menschen beraten und bei Bedarf an Ärzt*innen weiterüberweisen können. Außerdem war das Team weiterhin im sogenannten Selam Palace präsent, einem ehemals verlassenen Hochhaus am Rand von Rom, in dem rund 600 Migrant*innen leben. Ärzte der Welt informiert die Bewohner*innen über Covid-19 und bietet psychologische Unterstützung. Außerdem haben wir eine Klinik mit Material und Personal unterstützt.

Bulgarien

In Bulgarien hat Ärzte der Welt sich vor allem darauf konzentriert, Angehörige der Roma-Minderheit im Viertel Nadeja in der Stadt Sliwen über das Virus zu informieren. Außerdem wurde ein System etabliert, wie Gemeindemitglieder das Infektionsgeschehen beobachten sowie mögliche Corona-Infizierte unterstützen und an geeignete Stellen weiterverweisen können. Auch politisch setzen sich die Kolleg*innen vor Ort für die Belange der Roma ein.

Russland

Für Sexarbeiter*innen ist es während der Pandemie besonders schwierig und riskant, ihrer Tätigkeit nachzugehen. Ärzte der Welt hat deshalb eine lokale Organisation, die sich für Sexarbeiter*innen einsetzt, dabei unterstützt, ihre Aktivitäten weiterzuführen und unter anderem die für HIV-Infizierte überlebenswichtige antiretrovirale Therapie zu Hause anzubieten. Auch Unterkünfte und Lebensmittel wurden den Sexarbeiter*innen bei Bedarf zur Verfügung gestellt.

Philippinen

Auf den Philippinen hat sich Ärzte der Welt um Bewohner*innen informeller Siedlungen in der Hauptstadt Manila gekümmert. Die Teams haben rund 8.7000 Hygiene-Sets verteilt, 19 Handwasch-Stationen aufgebaut und 55 Gemeindemitglieder zu sogenannten Community Health Workers ausgebildet, die ihre Mitbürger*innen über Covid-19 informieren. Während der strengen Ausgangsbeschränkung in Manila wurde außerdem eine telefonische Hotline für medizinische Beratung eingerichtet.

 

Lesen Sie unten den vollständigen Bericht in englischer Sprache.

 

 

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