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Viele Kinder im Irak sind mangelernährt. Foto: Ute Zurmühl

Hunger fällt nicht vom Himmel - Die häufigsten Gründen

Hunger fällt nicht vom Himmel

Es gibt zahlreiche Gründe, dass Menschen hungern. Hier nennen wir die häufigsten:

Naturkatastrophen

Wetterextreme sind oft die Ursache für Hungerkrisen. Dürren oder Überschwemmungen zerstören das, was die Menschen angebaut haben. Der Klimawandel erhöht diese Gefahr. Gibt es in mehreren aufeinander folgenden Jahren Dürreperioden, müssen die Betroffenen ihre Vorräte an Saatgut konsumieren oder Vieh schlachten. 

Krisen und Konflikte

Aufgrund bewaffneter Auseinandersetzungen verlieren Menschen alles, was sie haben. In Kriegssituationen leidet auch der Handel. Deshalb sind Nahrungsmittel teuer und es gibt zu wenige.

Armut

Weltweit werden genügend Nahrungsmittel produziert, um alle Menschen zu ernähren. Das illustriert zum Beispiel die Kampagne Es reicht. Für alle! der Welthungerhilfe.

Ungleichheit

Die Ungleichheit zwischen Arm und Reich verschärft sich sowohl global als auch innerhalb der einzelnen Länder. Ein Prozent der Weltbevölkerung besitzt fast die Hälfte des Weltvermögens. Die „untere Milliarde“ der Armen und Hungernden hat kaum eine Chance, sich aus ihrer Misere selbst zu befreien. 

Verzerrter Welthandel

Die reichen Staaten bestimmen die Regeln der internationalen Politik. Unfaire Handelsabkommen und Subventionen schaffen Marktzugänge und Preisvorteile für Unternehmen aus den wohlhabenden Industrienationen. Aus den armen Ländern werden vor allem Rohstoffe exportiert, die Gewinne bleiben größtenteils in den reichen Ländern des Nordens. 

Ressourcenverschwendung

Wenn alle Menschen so leben würden wie die Bewohner der reichen Länder, wären Ressourcen wie Wasser und Böden bald verbraucht. Die Folgen der Ressourcenverschwendung – Ausbreitung von Wüsten, Bodenerosion, Wasserknappheit und extreme Wetterphänomene als Folge des Klimawandels – machen sich vor allem in Ländern bemerkbar, die ohnehin an Hunger und Armut leiden.

Regierungsführung

Die Regierungen in Ländern des Globalen Südens orientieren ihre Politik häufig nicht an den Bedürfnissen der ärmsten Bevölkerung. Die Landwirtschaft im eigenen Land wird vielfach nicht genug gefördert, um den Hunger langfristig zu bekämpfen. Korruption und Landraub sind ein großes Problem.

Ärzte der Welt engagiert sich weltweit für die medizinische Versorgung von benachteiligten Menschen. Frauen und Kinder stehen dabei im Mittelpunkt. Wir setzen uns für einen freien Zugang zu Gesundheitsversorgung als Menschenrecht ein. In unseren medizinischen Programmen weltweit helfen wir Menschen, die akut unterernährt sind, und kooperieren dabei auch mit anderen Organisationen.

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