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Ein Ärzte der Welt Mitarbeiter behandelt einen Jungen in Uganda, © Sébastien Duijndam

Im zweitgrößten Flüchtlingslager der Welt

Im zweitgrößten Flüchtlingslager der Welt

Das Bidibidi Camp im Norden Ugandas​ ist mit 230.000 Bewohner*innen das zweitgrößte Flüchtlingslager der Welt. 2016 sind zehntausende Südsudanes*innen vor dem Bürgerkrieg ins Nachbarland geflohen. Die hohe Anzahl der Campbewohner*innen erschwert die medizinische Versorgung. Trotzdem konnte Ärzte der Welt in zehn Monaten über 37.000 Patient*innen versorgen, wie der Abschlussbericht zeigt.

Das Bidibidi Camp ist in verschiedene Zonen aufgestellt. In Zone 4 des Camps leitet Ärzte der Welt das Gesundheitszentrum  III Bolomoni. Es ist die einzige Einrichtung, die den WHO-Standards entspricht, etwa in Bezug auf Infrastruktur, qualifiziertes Personal, Medikamente, Vorräte und Ausrüstung sowie das Überweisungssystem. Dank der hohen Standards dient die Einrichtung auch als Referenzzentrum für andere Gesundheitsstationen. Insgesamt haben die Ärzte der Welt-Teams dort von Juli 2018 bis April 2019 37.516 Patient*innen behandelt.

Ärzte der Welt stattet die Klinik mit dem Wichtigsten aus, die Teams behandeln Krankheiten und helfen vorbeugende Maßnahmen zu etablieren. Im Durchschnitt werden jeden Monat 4.000 neue Konsultationen durchgeführt. Während der Malaria-Periode von Juni bis November kam es zu einem Anstieg auf bis zu 6.000 neue Konsultationen.

Schwerpunkt Mutter-Kind-Gesundheit

Kinder bilden mit 70 Prozent die überwiegende Mehrheit der Flüchtlinge im Camp und 53 Prozent der Bewohner*innen sind weiblich. Ein besonderes Augenmerk in der medizinischen Versorgung liegt deshalb auf der Mutter-Kind-Gesundheit. Es werden Dienste wie Untersuchungen für Schwangere, Geburtsbegleitungen oder Impfungen durchgeführt.

Viele Bewohner*innen Bidibidis haben im Südsudan oder auf ihrer Flucht extreme Gewalt erlebt. Darum gilt ein weiterer Schwerpunkt der psychologischen Behandlung der Patient*innen. Neben einzelnen Sitzungen mit den Betroffenen schult unser Team die Mitarbeiter*innen und sensibilisiert die Gemeinschaft für das immer noch tabuisierte Thema. Um Frauen zu versorgen, die Opfer von geschlechtsbezogener Gewalt wurden, sind Ärzte der Welt-Fachleute ausgebildet worden.

Hier ist das Bidibidi Camp gelegen

Hintergrund

Im benachbarten Südsudan ist 2013 der Konflikt zwischen rivalisierenden Regierungschefs in einen Bürgerkrieg ausgebrochen. Ein Friedensabkommen hat die Kämpfe unterbrochen, doch im Juli 2016 ist das Abkommen gescheitert. Als wahllose Morde das Land heimgesucht haben, sind zehntausende Menschen nach Uganda geflohen.

Seitdem entwickelt sich Bidibidi von einem temporären Lager zu einer eigenständigen Stadt. Der Großteil der Schulen und Kliniken Bidibidis steht dauerhaft zur Verfügung. Im Gegensatz zu anderen Lagern auf der Welt können Geflüchtete dort frei leben und arbeiten. Dennoch mangelt es im Bidibidi Camp am ausreichenden medizinischen Angebot. Die Südsudanes*innen sind weiterhin gefährdet und die Gesundheitssituation bleibt fragil.

 

Wir danken der großzügigen Unterstützung von Sternstunden für dieses Projekt.

Ärzte der Welt ist weiterhin vor Ort. Bitte helfen Sie den Menschen im Bidibidi-Camp mit Ihrer Spende. Danke!

Ein Ärzte der Welt Mitarbeiter behandelt ein Mädchen im III Bolomoni Gesundheitszentrum, © Sébastien Duijndam
Ein Ärzte der Welt Mitarbeiter behandelt ein Mädchen im III Bolomoni Gesundheitszentrum, © Sébastien Duijndam
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