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Eine Ärzte der Welt-Mitarbeiterin untersucht ein Kind in Mosambik. Foto: Ärzte der Welt

UN-Tag der Humanitären Hilfe

UN-Tag der Humanitären Hilfe

Im vergangenen Jahr waren weltweit 405 humanitäre Helferinnen und Helfer Ziel von Angriffen. Sie wurden verletzt, entführt, sexuell belästigt oder getötet. Zum heutigen Tag der Humanitären Hilfe spricht sich der Verband Entwicklungspolitik und Humanitäre Hilfe (VENRO), dem auch Ärzte der Welt angehört, für konkrete Verbesserungen im völkerrechtlichen Strafrecht und mehr Unterstützung in der Fürsorge aus.

„Die Bedrohung für humanitäre Helferinnen und Helfer steigt“, so Dr. Bernd Bornhorst, Vorstandsvorsitzender von VENRO. Dies hat direkte Auswirkungen auf die notleidende Bevölkerung in Krisenregionen. „Wenn sich Hilfsorganisationen zurückziehen müssen, können Menschen in Not nicht erreicht werden. Auch das Risiko für lokale Partnerorganisationen vor Ort nimmt weiter zu.“

VENRO begrüßt, dass Bundesaußenminister Heiko Maas am vergangenen Dienstag einen eindringlichen Appell zur Einhaltung des humanitären Völkerrechts an den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen (UN) gerichtet hat. Dies allein reicht jedoch nicht aus, erklärt Bornhorst.

„Wir brauchen mehr Maßnahmen strafrechtlicher Verfolgung durch Deutschland oder internationale Gerichte. Täter und Verantwortliche für Angriffe auf humanitäre Einrichtungen wie Krankenhäuser oder Schulen müssen das Gefühl bekommen, belangt werden zu können“, so Bornhorst weiter. „Darüber hinaus brauchen Hilfsorganisationen auch konkrete Unterstützung bei der Fürsorgepflicht, zum Beispiel für Sicherheitsmaßnahmen und psycho-soziale Unterstützung von Opfern.“

Im Positionspapier "Noch Normalfall oder schon Ausnahme: Die Zusammenarbeit mit fragilen Staaten" greift VENRO diese Forderungen an Bundesregierung und Bundestag ausführlich auf und stellt Möglichkeiten und Grenzen der Arbeit in Konfliktregionen dar.

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