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Hungernde Mädchen in Nigeria warten auf Hilfe. Foto: Reuters

Horn von Afrika: 1,4 Millionen Kinder von Hungertod bedroht

Afrika und Jemen: Millionen Menschen von Hungertod bedroht

In Nigeria und Somalia, im Südsudan und Jemen bahnt sich eine Hungerkatastrophe an. Die Vereinten Nationen befürchten, dass etwa 1,4 Millionen Kinder wegen schwerer Mangelernährung sterben könnten. Eine Ausweitung unserer Hilfe ist dringend nötig. Helfen Sie uns mit Ihrer Spende.

Für die Hungersnot in weiten Teilen Afrikas und im Jemen gibt es mehrere Gründe. Die anhaltende Dürre als Folge des Klimawandels, Bürgerkriege und die zahlreichen politischen Konflikte sind verantwortlich dafür, dass Millionen Menschen vor Hunger und Krieg fliehen müssen. Ärzte der Welt hilft mit basismedizinischer Gesundheitsversorgung und Ernährungsprogrammen. Zwei Beispiele:

Jemen

Seitdem im März 2015 der Krieg zwischen mehreren Milizen und Regierungstruppen erneut eskaliert ist, hat sich die humanitäre Lage für die Bevölkerung dramatisch verschlechtert. Gesundheitseinrichtungen wurden zerstört, medizinisches Personal musste fliehen, Arzneimittel und Treibstoff sind Mangelware. Es gibt kein funktionierendes Gesundheitssystem mehr, die jemenitische Wirtschaft liegt am Boden.
Ärzte der Welt stellt im Regierungsbezirk Sana’a medizinische Basisversorgung zur Verfügung, vor allem für besonders gefährdete Bevölkerungsgruppen wie Kinder, Schwangere, Alte und Kranke. Wegen der drohenden Hungersnot hat der Kampf gegen Mangel- und Unterernährung oberste Priorität. Vor allem bei Schwangeren, Babys und Kindern muss so schnell wie möglich durch Spezialnahrung und gezielte Flüssigkeitsgaben der Ernährungsstatus stabilisiert werden, um Schäden in der geistigen und körperlichen Entwicklung zu verhindern. Menschen, die mangelernährt sind, laufen zudem Gefahr, selbst an kleineren Infektionen schwer zu erkranken oder sogar zu sterben.

Seit Januar 2016 wurden in den Gesundheitseinrichtungen von Ärzte der Welt bereits 120.000 Konsultationen durchgeführt. Da sich die humanitäre Krise im Jemen immer weiter zuspitzt, weitet Ärzte der Welt nun seine Aktivitäten aus.

Nigeria

Seit 2012 verbreitet die Terrororganisation Boko Haram im Norden des Landes Angst und Schrecken. Die Menschen fliehen vor den Gräueltaten in die Nachbarländer oder andere Regionen. Jean-François Corty, Leiter der Internationalen Einsätze bei Ärzte der Welt, sagt: „Unsere Teams stehen vor großen Herausforderungen. 30 Prozent der medizinischen Einrichtungen sind zerstört oder beschädigt, das Gesundheitssystem steht vor dem Kollaps. Es gibt kaum noch Medikamente, um mangelernährte Kinder zu versorgen.“

Seit 2016 unterhält Ärzte der Welt in Borno im Nordosten Nigerias zwei mobile Kliniken zur Basisgesundheitsversorgung der Bevölkerung. Aufgrund der dramatischen Lage muss die Hilfe schnell ausgeweitet werden. Ärzte der Welt hat bereits zehn Tonnen Material und Ausrüstung sowie Medikamente und Spezialnahrung in die Region gebracht. Aber zur Bekämpfung der Krise ist viel mehr nötig.

Bitte unterstützen Sie uns mit Ihrer Spende, damit wir noch mehr Menschen helfen können.