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Desinfektion ist eine wichtige Maßnahme gegen die Ausbreitung der Ebola. Foto: Nick Harvey

Im Einsatz gegen Ebola

Im Einsatz gegen Ebola

Über 2.000 Menschenleben hat Ebola in der Demokratischen Republik Kongo bereits gefordert. Und die Krankheit breitet sich weiter aus. Ärzte der Welt kämpft in der dicht besiedelten Provinz Nord-Kivu gegen die Epidemie. Bitte helfen Sie mit Ihrer Spende.

Angesichts der anhaltenden Bedrohung durch das Ebola-Virus hat die Weltgesundheitsorganisation im Juli den Notstand ausgerufen. Bisher ist die Krankheit vor allem in der kongolesischen Provinz Nord-Kivu aufgetreten, aber auch die angrenzenden Länder Ruanda, Uganda und Südsudan sind gefährdet. Ärzte der Welt ist in Nord-Kivu in den Städten Butembo und dem nahegelegenen Katwa aktiv. Die Provinz ist verhältnismäßig dicht besiedelt und bedingt durch die brutale Gewalt der verschiedenenen bewaffneten Gruppen in den vergangenen Jahren leben dort rund 1,2 Millionen Binnenvertriebene.

Angst vor Stigmatisierung

Das Ebola-Virus gehört zu den gefährlichsten Erregern der Welt. Erkrankte leiden unter hohem Fieber, Blutungen, Übelkeit und Hautausschlägen sowie einer gestörten Organfunktion. Ebola verläuft in vielen Fällen tödlich, obwohl es inzwischen wirksame Medikamente gibt. Auch ein neuer Impfstoff wird bereits eingesetzt. Trotzdem ist es noch nicht gelungen, die Krankheit unter Kontrolle zu bringen.

Viele Menschen haben Angst, sich anzustecken oder durch eine Diagnose stigmatisiert zu werden. Oft bedeutet schon ein Ebola-Verdacht, dass Betroffene aus der Gemeinschaft oder gar der Familie ausgeschlossen werden. Deshalb meiden es viele, zum Arzt zu gehen und sich untersuchen zu lassen. Wegen des fehlenden Vertrauens in das öffentliche Gesundheitssystem arbeitet Ärzte der Welt nicht in den staatlichen Krankenhäusern, sondern in speziellen Zentren zur Epidemie-Bekämpfung.

Was Ärzte der Welt vor Ort leistet

In den Jahren 2014 und 2015 sind mehr als 11.000 Menschen an Ebola gestorben. Um die Krankheit jetzt zurück zu drängen, ist schnelles Handeln nötig.

Unsere Expert*innen unterstützen das Gesundheitsministerium im Umgang mit der Ebola-Epidemie durch Beratung sowie Schulungen zur Infektionskontrolle und -prävention. Und sie bilden das lokale Gesundheitspersonal aus.

Ärzte der Welt hat sieben Gesundheitszentren mit speziellen Ebola-Kits ausgestattet. Diese beinhalten beispielweise Chlor zur Desinfektion von Gegenständen, wie Kleider, Müllsäcke, Wischtücher, Handschuhe, Einwegkittel, Desinfektionsmittel und OP-Masken für alle, die mit Ebola-Infizierten oder mit Verdachtsfällen in Kontakt kommen. Wie wir wichtig das ist, zeigt die Tatsache, dass sich seit Ausbruch der Epidemie 156 Gesundheitsmitarbeiter*innen angesteckt haben. 

"Wir sind in stark benachteiligten Gebieten präsent, die kein fließendes Wasser oder sanitäre Einrichtungen haben. Das sind sehr schlechte Bedingungen für die Gesundheitsstationen und ein Nährboden für die Ausbreitung des Ebola-Virus." 

Ricardo Angora, Psychiater von Ärzte der Welt

Auch psychosoziale Unterstützung ist dringend nötig

Die Patient*innen werden häufig isoliert oder haben kein soziales Netzwerk mehr. Die Ärzte der Welt-Mitarbeiter*innen unterstützen sie in dieser traumatischen Situation, leisten ihnen psychosoziale Hilfe und achten darauf, eine weitere Stigmatisierung zu vermeiden. 

Auch Gesundheitsmitarbeiter*innen, die mit Patient*innen und Angehörigen von an Ebola erkrankten Kindern, Frauen und Männern arbeiten, sind einer starken psychischen und emotionalen Belastung ausgesetzt. Auch sie erhalten psychosoziale Unterstützung.

Schlechte Sicherheitslage erschwert Hilfe massiv

In der Demokratischen Republik Kongo gibt es etwa 120 verschiedene bewaffnete Gruppen. Die Gewalt zwischen diesen Gruppierungen hat in den vergangenen Jahren stark zugenommen. Oft hängt es von einzelnen Guerillas ab, ob die Bevölkerung, NGOs oder Notfallteams Zugang zu einer Gesundheitseinrichtung bekommen oder nicht. Denn die Milizen greifen regelmäßig die Bevölkerung, Ebola-Behandlungszentren und andere Gesundheitseinrichtungen an. Die humanitäre Hilfe wird durch diese desaströse Sicherheitslage enorm behindert. Eine Herausforderung, der sich die Ärzte der Welt-Teams jeden Tag aufs Neue stellen müssen.

 

Bitte unterstützen Sie unsere Arbeit in der Demokratischen Republik Kongo mit ihrer Spende. Gemeinsam stehen wir den Menschen in Not bei.

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