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Frau arbeitet auf verdorrtem Feld in Niger. Foto: Isabelle Eshraghi

Ärzte der Welt: Hilfe im Niger

Niger

Nothilfe
1

von 6 Kindern stirbt, bevor es das 5. Lebensjahr erreicht 

15 %

der Kinder unter 5 Jahren sind mangelernährt

7

Kinder pro Frau 

Die Situation

Die Wüstenstadt Agadez ist in den vergangenen Jahren ein Ziel für zahlreiche Flüchtlinge geworden, die auf dem Weg nach Libyen sind. Seitdem allerdings die Regierung härter durchgreift und Schlepper verhaftet, Menschen aus Algerien deportiert werden und in Libyen erschreckende Zustände herrschen, kommen immer mehr Menschen nach Agadir, um dort Schutz zu suchen. Das UNHCR berichtet, dass Ende Mai 2018 über 2.000 Menschen, viele aus dem Sudan, von Libyen aus deshalb in den Niger geflohen sind. Sowohl die Flüchtlinge als auch die einheimische Bevölkerung in der Region Agadir sind auf internationale Hilfe angewiesen.

 

Eines der größten Probleme in dem Land sind wiederkehrende Dürren und Hungersnöte. 15 Prozent der Kinder unter fünf Jahren sind mangelernährt. Gerade in jungem Alter kann dies unumkehrbare Entwicklungsschäden zur Folge haben, weshalb es wichtig ist, den betroffenen Kindern schnellstmöglich zu helfen. Auch die Zahlen zur Mütter- und Kindersterblichkeit haben sich in den vergangenen Jahren drastisch verschlechtert. Daher besteht auch im Bereich der Geburtsvor- und nachsorge dringender Handlungsbedarf. 

 

Obwohl Niger der größte afrikanische Uran-Produzent ist, gehört das Land zu den ärmsten der Welt. Von 1960 - 2017 hat sich die Bevölkerung aufgrund mangelnder Geburtenkontrolle mehr als versechsfacht.

Kind wird auf Mangelernährung untersucht. Foto: Olivier Papegnies
Kind wird auf Mangelernährung untersucht. Foto: Olivier Papegnies

News

Die Menschen riskieren bei der Flucht durch die Sahara oftmals ihr Leben. Foto: Kristof Vadino
19.06.2018

Innerhalb kurzer Zeit hat sich Niger zum zentralen Transitland für Menschen auf der Flucht in Richtung Nordafrika und Europa entwickelt. Bis zu 150.000 Migranten durchqueren jährlich das Land. In der Wüstenstadt Agadez bereiten sich viele auf ihre Flucht durch die Sahara vor. Hier bietet Ärzte der Welt den Menschen auf der Flucht medizinische Versorgung an.

Tausende Menschen kommen bei der Durchquerung der Sahara ums Leben. Foto: Ärzte der Welt
06.06.2017

Immer mehr Menschen fliehen durch das westafrikanische Land Niger, um das Mittelmehr zu erreichen. Ärzte der Welt ist alarmiert über eine steigende Zahl von Todesfällen in dem Wüstenland. In der Stadt Agadez hat Ärzte der Welt eine medizinische Anlaufstelle für Geflüchtete eingerichtet und fordert sichere Fluchtrouten durch die Wüste.

Unsere Hilfe

Ärzte der Welt betreiben in Agadez drei Gesundheitszentren, um den Kindern, Frauen und Männern kostenlosen Zugang zu medizinischer und psychologischer Betreuung zu bieten. Mit mobilen Kliniken fahren die Ärzte der Welt-Teams in die umliegenden Regionen zu den Menschen.

Ärzte der Welt richtet das Hilfsangebot aber auch an die einheimische Bevölkerung in der Region Agadez. Die Teams helfen durch medizinische Untersuchungen und psychosoziale Hilfe und verteilen Hygiene-Kits. Die Patient(inn)en, die es nicht mehr selbst schaffen, werden zu den nächsten Hilfezentren und Gesundheitsstationen gebracht.

Ärzte der Welt finanziert ein Programm, in dessen Rahmen Menschen,  die medizinische Hilfe benötigen,  in das jeweilige Krankenhaus oder Mutter-Kind Gesundheitszentrum gebracht werden.

 

In Zusammenarbeit mit den lokalen Behörden und anderen Nichtregierungsorganisationen konnte Ärzte der Welt  die Kapazitäten der Ernährungszentren in der Region Illéla verdoppeln.  Daneben haben  wir einen Vorrat an häufig benötigten Medikamenten und Plumpy Nut, einer extrem nährstoffreichen Erdnusspaste, mit der unterernährte Kinder wieder aufgepäppelt werden, angelegt.  Gemeinsam mit unseren Partnern bilden wir außerdem Krankenpfleger/-innen zu Ernährungsthemen fort.

 

Ärzte der Welt beteiligt sich an der Schulung von Frauen, die in den Regionen Bouza und Madaoua über Familienplanung informieren. Außerdem halten sie in den Dörfern nach möglichen Schwangerschaftsrisiken Ausschau und verweisen die Betroffenen an die entsprechenden Stellen weiter.

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