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Togo: Handgriffe, die Leben retten

Togo: Handgriffe, die Leben retten

Togo gehört zu den Ländern mit der höchsten Mütter- und Kindersterblichkeit und hat eine der höchsten Totgeburtenrate. Grund dafür ist der Mangel an gut ausgebildetem Gesundheitspersonal, vor allem in ländlichen Gebieten. Ärzte der Welt engagiert sich seit 2012 in der Aus- und Weiterbildung von Hebammen.

Schwangere Frauen im ländlichen Togo sind in einer gefährlichen Lage: Der Weg zum nächsten Krankenstation ist häufig lang und beschwerlich. Treten während einer Geburt Komplikationen auf, sind sie auf qualifizierte Hebammen in ihrer Nähe angewiesen. Deshalb unterstützt Ärzte der Welt vor Ort die Ausbildung von Geburtshelfer(-inne)n.

 

Schon während der Lehrzeit wird viel Wert auf praktische Übungen gelegt. Die Schülerinnen lernen die Techniken und Handgriffe, die bei Geburtskomplikationen nötig sind. In den oft schlecht ausgestatteten Gesundheitszentren können diese Fähigkeiten Leben retten.

Seit ich hier angefangen habe, ist die Zahl der Konsultationen deutlich gestiegen. Das zeigt, dass die Frauen umdenken und mehr auf ihre eigene Gesundheit und die ihrer Kinder achten. Und dieses veränderte Bewusstsein wirkt sich auch positiv auf die ganze Gemeinde aus.

Während eines praktischen Jahres arbeiten die Hebammen in entlegenen Krankenstationen. Die Erfahrungen, die die Frauen in dieser Zeit sammeln, sind nicht nur für sie selbst wichtig: Ihre Rückmeldungen dienen auch dazu, die Ausbildung in den Schulen kontinuierlich zu verbessern und an die Gegebenheiten an den Einsatzorten anzupassen. Neben der Geburtshilfe und der Betreuung im Wochenbett beraten die Hebammen auch bei gesundheitlichen Problemen, impfen Kinder und informieren über Familienplanung.

 

Um unseren Einsatz weiter fortführen zu können, sind wir auf finanzielle Unterstützung angewiesen. Bitte helfen Sie den Frauen in Togo mit Ihrer Spende.