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Frauen und Kinder sind von der erschreckenden Situation in Zentralafrika besonders gezeichent. Foto: Sébastien Duijndam
Nothilfe

Zentralafrika: Vom Bürgerkrieg gezeichnet

 

In der Zentralafrikanischen Republik tobt seit Jahren ein schwerer Bürgerkrieg. Gewalt, Plünderungen, Vergewaltigungen und Vertreibungen haben bereits hunderttausende Menschen zur Flucht gezwungen. Die Armut in den Städten und auf dem Land nimmt immer weiter zu. In fünf Gesundheitszentren und einem Krankenhaus bietet Ärzte der Welt medizinische Versorgung vor allem für Frauen und Kinder.

 

 „Ich habe bittere Armut und viel Leid gesehen. Das staatliche Gesundheitssystem ist mit der Situation vollkommen überfordert“, beschreibt Mariam Janssen-Yousaf, Referentin Internationale Programme bei Ärzte der Welt, die Situation in der Zentralafrikanische Republik. Vor einigen Tagen ist sie von einem Besuch aus der Hauptstadt Bangui zurückgekommen.  „Es gibt kaum medizinisches Personal und viele Gesundheitseinrichtungen sind im Krieg zerstört worden. Medikamente sind Mangelware, denn die staatliche Zentrale für den Import und die Verteilung von Medikamenten ist bankrott“, schildert Janssen-Yousaf die Folgen des jahrelangen Bürgerkriegs.

Besorgniserregende Zustände in den Camps

Fast 700.000 Kinder, Frauen und Männer haben ihre Heimat aus Angst vor der anhaltenden Gewalt inzwischen verlassen und sind innerhalb des Landes auf der Flucht. Offizielle Flüchtlingscamps wurden von der Regierung aufgelöst, weshalb die Menschen in improvisierten Unterkünften leben müssen. Die hygienischen Bedingungen sind katastrophal, es fehlt an Lebensmitteln und an medizinischer Versorgung. Viele der Vertriebenen haben Schreckliches erlebt und sind traumatisiert.

Frauen und Kinder besonders betroffen

Schwangere sowie Mütter und ihre Kinder leiden besonders: Fast jedes zweite Kind ist mangelernährt und dadurch anfällig für Krankheiten. Jedes achte Kind erlebt seinen fünften Geburtstag nicht.

Mindestens jede zweite Frau muss ohne eine medizinische Betreuung entbinden, laut WHO sterben pro 100.000 Lebendgeburten 882 Frauen. Damit hat die Zentralafrikanische Republik die zweithöchste Müttersterblichkeitsrate der Welt. Auch die allgemeine Lebenserwartung ist nirgendwo niedriger als hier.

Wie wir helfen
  • In fünf Gesundheitszentren und einem Krankenhaus behandeln die Teams vor allem mangelernährte Kinder mit Aufbaunahrung.
  • Die Opfer von Gewalt und Missbrauch sind häufig Frauen; sie finden bei Ärzte der Welt einen Zufluchtsort, wo sie medizinisch betreut werden und seelischen Beistand bekommen, ebenso wie psychosoziale und rechtliche Beratung.
  • Die medizinischen Mitarbeiter impfen Kinder, begleiten und versorgen Schwangere und ihre Babys vor, während und nach der Geburt.
  • Ärzte der Welt stattet die medizinischen Einrichtungen mit Medikamenten und Material aus.

Auf humanitäre Hilfe angewiesen

Leider ist ein Ende des gewaltsamen Konflikts nicht abzusehen. Nach aktuellen Schätzungen werden dieses Jahr mindestens 2,5 Millionen Menschen in der Zentralafrikanischen Republik auf humanitäre Hilfe angewiesen sein.

 

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