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Annaig Bonnet, Projektreferentin bei Ärzte der Welt. Foto: Ärzte der Welt

Annaïg Bonnet: Eine Investmentbankerin in einer NGO?

Annaïg Bonnet: Eine Investmentbankerin in einer NGO?

Nach Jahren in der Finanzbranche und in sozialen Projekten in Süd- und Zentralamerika kümmert sich Annaïg Bonnet nun um das Controlling und die Administration der Auslandsprojekte von Ärzte der Welt.

Obwohl Annaïg Bonnet Zahlen sehr mag, suchte sie sich nach Abschluss ihres BWL-Studiums erstmal einen „Gegenpol“. Bonnet absolvierte ein freiwilliges soziales Jahr in der Organisation Arche in Honduras, einem Projekt für Menschen mit geistiger Behinderung. „Das hat mein Leben verändert“, erinnert sie sich. „Alle, ob mit oder ohne Behinderung, leben und arbeiten dort gemeinsam. Es ist eine super Erfahrung. Daher kommt auch meine Lust am Engagement.“

Der Start ins Berufsleben hätte danach kaum gegensätzlicher sein können: Annaïg Bonnet startete ihre Karriere als Investmentbankerin in der Londoner City. Auch als sie später zu ihrem Ehemann nach Frankreich zog, war sie weiter im Bankwesen tätig. Als ihr Mann eine Stelle in München bekam, ging sie mit ihm und den Kindern, die sie inzwischen hatten, nach Süddeutschland und später für drei Jahre nach Santiago de Chile. „Die Zeit in Chile war toll. Und ich konnte mich wieder für etwas engagieren“, sagt Bonnet. In einer chilenischen NGO verantwortete sie die Vergabe von Mikrokrediten.

Zurück in München arbeitete Annaïg Bonnet bei Finanzdienstleistern hatte aber daneben immer den Wunsch, sich auch sozial einzubringen. „Es war erstmal schwer, ein geeignetes Engagement in München zu finden“, beschreibt sie ihre Situation. „Als ich die Anzeige von Ärzte der Welt gesehen habe, in der jemand für die Programmadministration gesucht wurde, war das für mich ein Glücksfall.“

Seit Oktober 2018 ist sie bei Ärzte der Welt zuständig für die Implementierung der Buchhaltungssoftware in den Projektländern, was auch die Einarbeitung der Kolleg*innen vor Ort einschließt. Ebenso liegt das Controlling der entsprechenden Projekte in ihrer Hand. Für Bonnet ist es die ideale Verbindung von sinnvollem Engagement und ihrem Finanzwissen. „Meine Arbeit ist herausfordernd und spannend. Und ich habe die Möglichkeit, zu den Projekten zu reisen.“ Und noch etwas ist ihr aufgefallen. „Es war für mich eine Überraschung und eine Entdeckung, mit welcher Begeisterung die Leute sich hier einbringen.“ Einer Begeisterung, der sie sich anschließt.

 

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