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Annemarie Weber, Projektreferentin open.med München. Foto: Ärzte der Welt

Annemarie Weber: Näher ran an den Menschen

Annemarie Weber: Näher ran an den Menschen

Was braucht der Mensch, um gesund zu werden und zu bleiben? Annemarie Weber setzt sich schon seit dem Studium mit dieser Frage auseinander. Auch als Projektreferentin bei der medizinischen Anlaufstelle open.med München ist sie täglich damit konfrontiert.

Es war die ideale Vorbereitung für ihre heutige Tätigkeit: Im Studium der Integrativen Gesundheitsförderung hat Annemarie Weber sich damit beschäftigt, welche Rahmenbedingungen sich positiv auf die Gesundheit eines Menschen auswirken. Zwei Jahre arbeitete sie in Forschungsprojekten der Hochschule Coburg mit und war später wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl. Für den Master ging sie nach München und studierte Public Health.

Der Mensch steht im Mittelpunkt

„Das Studium fand ich toll“, erinnert sich Annemarie Weber, „aber ich wollte näher ran an den Menschen.“ Im August 2018 fing sie ein Praktikum in der medizinischen Anlaufstelle von Ärzte der Welt an. „Mir gefällt bei open.med, jede Patientin und jeden Patienten persönlich kennenzulernen und herauszufinden, was genau seine oder ihre Probleme sind und welche Hilfe die Person braucht.“ Das entspricht auch ihrem Ideal der humanistischen Medizin: Der Mensch steht im Mittelpunkt, weniger die Krankheit.

Nach dem Praktikum arbeitete sie als Werkstudentin weiter bei open.med und wurde im September 2019 als Projektreferentin übernommen. Nun hat Annemarie Weber viel mehr Verantwortung, sie koordiniert die Sprechstunden in der Anlaufstelle, führt Sozialberatungen durch und leitet die jetzigen Praktikant*innen an. Die Arbeit bei Ärzte der Welt findet sie wichtig „weil zu uns Menschen mit Beschwerden kommen, die keine Krankenversicherung haben oder aus anderen Gründen nicht zum ˏnormalen´ Arzt gehen können. Sie wissen nicht, wie es weitergehen soll. Für uns ist es unerheblich, welches Alter jemand hat, ob er oder sie aus Deutschland stammt oder neu im Land ist. Sie werden hier aufgefangen und als Individuen gesehen.“

Perspektive für die Zukunft geben

Die Anlaufstelle ist für Annemarie Weber etwas ganz Besonderes, weil die Unterstützung breit angelegt ist: „Die medizinische Hilfe durch unsere ehrenamtlichen Ärztinnen und Ärzte ist sehr wichtig – aber ebenso, wie den Menschen hier begegnet wird und dass die Projektmitarbeiter*innen versuchen, ihnen eine Perspektive für die Zukunft zu geben.“ So werden die Patient*innen auch beraten und im Kontakt mit Behörden und Krankenkassen unterstützt.

Auf die Frage, ob sie einen Wunsch habe, muss Annemarie Weber nicht lange überlegen. „Open.med ist eng vernetzt, so können wir viel bewirken und bekommen auch viel mit. Ich wünsche mir aber, dass wir gar nicht nötig wären. Oder dass es solche Anlaufstellen auch in kleineren Städten und Gemeinden geben würde, wo diese Angebote fehlen, es aber Bedarf gibt. Manchmal ruft jemand aus dem Umland bei uns an, kann aber dann nicht kommen, weil der Weg hierher nicht zu bewältigen ist.“

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