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Kind zwischen Zelten am Grenzzaun zwischen Griechenland und Mazedonien (FYROM)

Griechenland: Wir helfen Flüchtlingen und Bevölkerung

Griechenland

848
Tausend

Geflüchtete kamen 2015 in Griechenland an

30 %

der Griechen haben keine Krankenversicherung

Die Situation

Trotz der europäischen Bemühungen, die Zahl der Migranten nach Griechenland zu verringern, waren 2017 Schätzungen zufolge immer noch fast 50.000 Geflüchtete im Land, rund 15.000 davon auf den griechischen Inseln. Vor allem diejenigen, die im Lager Moria auf Lesbos oder im Camp Vial auf Chios gestrandet sind, leben dort unter katastrophalen Bedingungen.

 

Inseln der Albträume

Die Männer, Frauen und Kinder in den überfüllten Auffanglagern auf den griechischen Inseln sind Kälte und Regen ausgesetzt. Es mangelt an Essen, Wasser und ausreichenden Hygienevorrichtungen. Auch vor Übergriffen können sich die Bewohner kaum schützen; vor allem sexuelle Gewalt gegen Frauen ist erschreckend verbreitet.  Dazu kommt die quälende Ungewissheit, wie es weitergeht.

Ärzte der Welt ist nicht mehr direkt in den Camps Vial und Moria aktiv seit die griechische Regierung die Verantwortung für die medizinische Versorgung dort übernommen hat. Dennoch beobachten die Kolleg(inn)en vor Ort die Situation genau und setzen sich politisch dafür ein, dass sich die Lage der Menschen verbessert.

Kinder am Grenzzaun in Griechenland. Foto: Ärzte der Welt
Kinder am Grenzzaun in Griechenland. Foto: Ärzte der Welt

News

Ein älterer Man wird in einer belgischen Praxis von Ärzte der Welt versorgt. Foto: Kristof Vadino
08.11.2017

Eine Befragung von über 43.000 Patienten wirft ein Schlaglicht auf schwerwiegende Defizite. Ärzte der Welt ruft die europäischen Entscheidungsträger dazu auf, das Menschenrecht auf medizinische Versorgung sicherzustellen.

Geflüchtete warten vor Klinik in Chios
04.10.2017

Seit Sommer 2017 zahlt die EU für die Versorgung von Flüchtlingen in Griechenland keine Gelder mehr an Hilfsorganisationen, sondern direkt an die Regierung. Diese hat nun die Organisation der Camps übernommen, doch die Situation in den Einrichtungen hat sich seitdem massiv verschlechtert. Der Winter spitzt die Lage zusätzlich zu.

Zwei Kinder wärmen sich im griechischen Flüchtlingscamp Idomeni an einem offenen Feuer. Foto: Olmo Calvo
09.08.2017

Wegen unmenschlichen Zuständen in den Flüchtlingslagern und  dem Chaos im griechischen Asylsystem waren  Rückführungen nach Griechenland 2011 ausgesetzt worden. Auf Druck der europäischen Regierungen will Griechenland nun wieder Flüchtlinge im Rahmen der Dublin-Verordnungen zurücknehmen. Ärzte der Welt appelliert an die EU-Mitgliedstaaten, keine Menschen dorthin abzuschieben.

2017 haben wir uns vor allem auf besonders hilfsbedürftige Gruppen konzentriert. Mit einem mobilen Behandlungsbus sind wir im Lager Kara Tepe auf Lesbos im Einsatz, wo vor allem Frauen, Kinder sowie unbegleitete Minderjährige untergebracht sind. Auf Chios haben wir bis zu seiner Schließung im Oktober 2017 im Camp Souda medizinische Basisversorgung sowie psychosoziale Betreuung angeboten.
 

Weiterhin kümmern wir uns auf dem Festland in zahlreichen Anlaufstellen und Behandlungsbussen nicht nur um Migrant(inn)en, sondern auch um die einheimische Bevölkerung. Denn als Folge der Wirtschaftskrise können sich auch viele Griechen keine ausreichende medizinische Versorgung mehr leisten.

 

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