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Eine große Zahl von Migranten und Migrantinnen leben in der Türkei in prekärer Situation. Foto: David Delaporte

Ärzte der Welt hilft Flüchtlingen und Migranten in der Türkei

Türkei

Nothilfe
3,6 Mio.
Flüchtlinge

leben 2019 in der Türkei

1,6 Mio.
Syrer

haben vom türkischen Staat Sozialhilfe bekommen

65.000
Menschen

hatten Ende 2018 eine offizielle Arbeitserlaubnis

Die Situation

Zufluchtsort Türkei: Seit dem Ausbruch des Kriegs in Syrien im März 2011 suchen hunderttausende Menschen im Nachbarland Schutz. Die Türkei hat bisher so viele Flüchtlinge aufgenommen wie kein anderer Staat. Und zumindest für viele der Syrerinnen und Syrer hat sich das Leben in der Türkei in den letzten Jahren deutlich verbessert: Mehr als 1,6 Millionen der im Land registrierten Syrer*innen haben vom türkischen Staat Sozialhilfe bekommen, 96 Prozent der syrischen Kinder besuchen die Grundschule. Doch in letzter Zeit entsteht eine aggressive Stimmung gegen die syrische Bevölkerung im Land, es kommt zu Repressalien, Ausgrenzung und Gewalt. Nur wenige haben eine offzielle Arbeitserlaubnis. Die geflüchteten Menschen haben Angst, zurück nach Syrien abgeschoben zu werden.

Generell bedeutet das Leben für Flüchtlinge – von denen auch viele aus Afghanistan, Iran oder afrikanischen Ländern kommen – eine große Unsicherheit und eine sozial und ökonomisch prekäre Lage, ohne Bewegungsfreiheit und Perspektive.

Die Türkei hat 3,6 Millionen Flüchtlinge aufgenommen - mehr als jeder andere Staat.

Als Fremde im Land, die oft keine gültige Aufenthaltberechtigung haben, haben geflüchtete Menschen kaum Zugang zu öffentlichen Gesundheitszentren. Nur wer sich ausweisen und die ärztlichen Konsultationen bezahlen kann, wird behandelt. Die Folge: Zahlreiche Menschen suchen Ambulanzen erst dann auf, wenn der körperliche Zustand bereits kritisch ist.

 

Migranten begleiten. Foto: David Delaporte
Migranten begleiten. Foto: David Delaporte

Unsere Hilfe

MIGRANTEN & FLÜCHTLINGE

Versorgung und Beratung

Ärzte der Welt organisiert Gesprächsrunden zu gesundheitlichen Themen wie sexuell übertragbare Infektionen, HIV/AIDS und auch über die Gefahren des Schleusergeschäfts. Auch Veranstaltungstage für bestimmte Zielgruppen, zum Beispiel Frauen, finden statt. Seit 2012 unterstützt Ärzte der Welt seinen türkischen Partner ASEM insbesondere im administrativen Bereich und bei der Erhebung der Daten, die in unser öffentliches Playdoyer für die Rechte von Migranten und Flüchtlinge in der Türkei einfließen.

In Partnerschaft mit der türkischen Nichtregierungsorganisation ASEM (Association de Solidarité et d’Entraide aux Migrants / Gömen Yardımlaşma ve Dayanişma Derneği) bietet Ärzte der Welt in einer Anlaufstelle mitten im Istanbuler Kumkapi-Viertel soziale Beratung und Programme zur medizinische Grundversorgung an. Für viele Migrant*innen und Flüchtlinge dient die Anlaufstelle als Ort, an dem man ihnen zuhört und sie medizinisch versorgt. Hier finden sie auch Beratungsangebote über das türkische Gesundheitssystem und Informationen über ihre Rechte.

Im Warteraum der Anlaufstelle warten zahlreiche Menschen auf einem Gespräch mit dem Ärzte der Welt-Team. Foto: David Delaporte
Im Warteraum der Anlaufstelle warten zahlreiche Menschen auf einem Gespräch mit dem Ärzte der Welt-Team. Foto: David Delaporte

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