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Kind zwischen Zelten am Grenzzaun zwischen Griechenland und Mazedonien (FYROM)

Griechenland: Wir helfen Flüchtlingen und Bevölkerung

Griechenland

848
Tausend

Geflüchtete kamen 2015 in Griechenland an

30 %

der Griechen haben keine Krankenversicherung

23.000
Flüchtlinge

kamen im ersten Halbjahr 2018 nach Griechenland

Die Situation

Trotz der europäischen Versuche, die Zahl der Migrant*innen nach Griechenland zu verringern, waren 2017 Schätzungen zufolge immer noch fast 50.000 Geflüchtete im Land, rund 15.000 davon auf den griechischen Inseln. Vor allem diejenigen, die im Lager Moria auf Lesbos oder im Camp Vial auf Chios gestrandet sind, leben dort unter katastrophalen Bedingungen.

 

Inseln der Albträume

Die Männer, Frauen und Kinder in den überfüllten Auffanglagern auf den griechischen Inseln sind Kälte und Regen ausgesetzt. Es mangelt an Essen, Wasser und ausreichenden Hygienevorrichtungen. Auch vor Übergriffen können sich die Bewohner*innen kaum schützen. Vor allem sexuelle Gewalt gegen Frauen ist erschreckend verbreitet.  Dazu kommt die quälende Ungewissheit, wie es weitergeht.

Ärzte der Welt ist nicht mehr direkt in den Camps Vial und Moria aktiv seit die griechische Regierung die Verantwortung für die medizinische Versorgung dort übernommen hat. Dennoch beobachten die Teams vor Ort die Situation genau und setzen sich politisch dafür ein, dass sich die Lage der Menschen verbessert.

Ausgabe von Medikamenten an Patienten in Griechenland. Foto: Ärzte der Welt
Ausgabe von Medikamenten an Patienten in Griechenland. Foto: Ärzte der Welt

News

Auch Flüchtlinge in griechischen Lagern laufen Gefahr, sich mit Covid-19 zu infizieren. Foto: Reuters
30.03.2020

Während überall auf der Welt die Menschen versuchen, Abstand voneinander zu halten, sitzen nach wie vor Tausende von Geflüchteten zusammengepfercht in Lagern in Griechenland fest. Ärzte der Welt fordert, die Camps zu schließen und die Betroffenen schnellstmöglich in geeignete Unterkünfte zu bringen.

Eine geflüchtete Frau an der griechisch-türkischen Grenze
09.03.2020

Ärzte der Welt verurteilt die politische Instrumentalisierung von Flüchtlingen an der türkisch-griechischen Grenze aufs Schärfste. Die Türkei missbraucht die Verzweiflung der Menschen, um Druck auf die Europäische Union und Griechenland auszuüben. Gleichzeitig lässt die EU zu, dass internationale Abkommen verletzt werden, für deren Einhaltung sie sorgen müsste. Auch die Entscheidung der griechischen Regierung, das Recht auf Asyl aufzuheben, kritisiert Ärzte der Welt nachdrücklich.

Flüchtende in griechischen Camps, Foto: Reuters
06.03.2020

An:

den Premierminister der Hellenischen Republic, Kyriakos Mitsotakis
den Präsidenten des Europäischen Parlaments, David Sassoli
den Präsidenten des Europäischen Rats, Charles Michel
die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen

2017 haben wir uns vor allem auf besonders hilfsbedürftige Gruppen konzentriert. Mit einem mobilen Behandlungsbus sind wir im Lager Kara Tepe auf Lesbos im Einsatz, wo vor allem Frauen, Kinder sowie unbegleitete Minderjährige untergebracht sind. Auf Chios haben wir bis zu seiner Schließung im Oktober 2017 im Camp Souda medizinische Basisversorgung sowie psychosoziale Betreuung angeboten.
 

Weiterhin kümmern wir uns auf dem Festland in zahlreichen Anlaufstellen und Behandlungsbussen nicht nur um Migrant(inn)en, sondern auch um die einheimische Bevölkerung. Denn als Folge der Wirtschaftskrise können sich auch viele Griechen keine ausreichende medizinische Versorgung mehr leisten.

 

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