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Eine verzweifelte Frau in Syrien. Foto: Ärzte der Welt

„Viele Menschen können wir zurzeit nicht versorgen“

„Viele Menschen können wir zurzeit nicht versorgen“

 

Gnadenlose Bombardierungen, Millionen Flüchtlinge, die Wirtschaft am Boden: Was die Menschen in Syrien schon vor der Pandemie ertragen mussten, ist unvorstellbar. Doch es gibt auch Fortschritte. Erfahren Sie in einem Video und einem Interview mit unserer medizinischen Beraterin* vor Ort mehr über die Situation im Land. Bitte helfen Sie mit Ihrer Spende.

 

Was hat sich im vergangenen Jahr für die Menschen in der Region durch Covid-19 verändert?

Die ersten Covid-19-Fälle sind hier Anfang März 2020 aufgetreten. Die Zahl der Infektionen nimmt seitdem stetig zu. Die Pandemie wirkt sich auf alle Lebensbereiche aus, vor allem auf die öffentliche Gesundheitsversorgung. Durch den Krieg waren die meisten Kliniken bereits zerstört und es gab nicht genügend Einrichtungen, in denen die Menschen behandelt werden konnten. Schon vor der Pandemie gab es außerdem zu wenig medizinisches Personal. Und dann sind auch noch viele Kolleginnen und Kollegen an Covid-19 erkrankt und fehlten bei der Versorgung in den Gesundheitseinrichtungen. 

Seit Beginn der Pandemie gibt es zudem viel mehr Patient*innen. Wegen der knappen Ressourcen können wir leider nur Covid 19- und Notfallpatient*innen behandeln. Menschen mit chronischen Krankheiten können wir zurzeit nicht versorgen.  

  

Ärzte der Welt kümmert sich auch um psychologische Betreuung. Wie erreichen Sie die Menschen mit Angeboten zur mentalen Gesundheit? 

Wir versuchen, den Menschen durch Infokampagnen bewusst zu machen, wie sie mit der belastenden Situation umgehen können. Denn wir verzeichnen eine starke Zunahme von Depressionen. Dazu haben wir auch einen Telefondienst eingerichtet. Die Menschen können anonym anrufen und mit Psycholog*innen über ihre Probleme sprechen. Das wird sehr gut angenommen.  

Unsere Teams gehen auch in Flüchtlingsunterkünfte und verteilen Informationsmaterial. Und wir berichten im Radio über den Umgang mit Covid-19. Ärzte der Welt hat während des Lockdowns die Mental-Health-Angebote nie eingestellt, sondern sie stattdessen an die neuen Bedingungen angepasst. 

 

Wie entwickelt sich das Projekt?  

In der Zwischenzeit hat sich die medizinische Versorgung verbessert. Alle Ärzte der Welt-Einrichtungen haben Isolationsbereiche für Covid-19-Patient*innen. Es gibt genügend Schutzmaterial für das Gesundheitspersonal, auch Sauerstoff für die Patient*innen ist vorhanden. Wir haben auch ein Team, das Abstriche nimmt und diese in das Hauptlabor schickt, wo die Covid-Tests ausgewertet werden.

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* Unsere medizinische Beraterin muss aus Sicherheitsgründen leider anonym bleiben.

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Ärzte der Welt im Nordwest-Syrien
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