Nothilfe im Syrien-Krieg: Informieren, spenden und helfen

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Seit Oktober 2012 bietet Ärzte der Welt Vertriebenen in den Flüchtlingslagern von Idlib einen Zugang zu gesundheitlicher Grundversorgung. Foto: Ärzte der Welt

Nothilfe im Syrien-Krieg: Informieren, spenden und helfen

Syrien

Nothilfe
6,6 Millionen

Binnenflüchtlinge in Syrien

101

Angriffe auf Krankenhäuser 2016

4,6 Millionen

Flüchtlinge außerhalb Syriens

 

Die Situation

Seit dem Beginn des Bürgerkriegs 2011 nimmt in Syrien die Gewalt gegen die Bevölkerung kein Ende und die Lage wird immer komplexer. Eine politische Lösung zeichnet sich nicht ab. Zahlreiche Regionen werden regelmäßig bombardiert. Zivilisten werden immer wieder Opfer von Menschenrechtsverletzungen. Sie stehen im Kreuzfeuer zwischen den Regierungsstreitkräften, der freien syrischen Armee und extremistischen Gruppierungen

Über 80 Prozent in Idlib und Aleppo brauchen humanitäre Hilfe..

Vor allem im Norden des Landes ist die humanitäre Situation katastrophal. Die Menschen können sich kaum vor den Kämpfen schützen. Noch dazu haben sie keinen ausreichenden Zugang zu medizinischer Versorgung, Wasser und Nahrungsmitteln. Der Bedarf an humanitärer Hilfe nimmt entsprechend weiter zu: Allein in den Regierungsbezirken Idlib und Aleppo sind über 80 % (3,4 Millionen) der 4,2 Millionen Menschen, die dort leben, auf Unterstützung angewiesen. Dies ist ein Anstieg von 2,4 Millionen gegenüber dem Jahr 2020. Über die Hälfte der vor dem Krieg rund 20 Millionen Einwohner*innen hat bereits ihre Heimat verlassen und musste entweder ins Ausland oder innerhalb des Landes fliehen.

 

Der seit über 10 Jahren andauernde Konflikt hat zudem zivile Infrastruktur, darunter die Gesundheitsversorgung, massiv in Mitleidenschaft gezogen. Weniger als die Hälfte der medizinischen Einrichtungen im Land sind voll betriebsfähig. Die Kriegsparteien greifen immer wieder gezielt Krankenhäuser und Gesundheitspersonal an.

 

Unter diesen extremen Bedingungen versucht Ärzte der Welt gemeinsam mit lokalen Partnern, die Gesundheitsstrukturen so gut wie möglich zu stärken. Schwerpunkte liegen dabei neben der medizinischen Grundversorgung der Bevölkerung auf der Behandlung von Vertriebenen und chronisch Kranken, der Schwangerschaftsvor- und Nachsorge sowie der psychologischen Unterstützung.

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Psychische Begleitung Syrischer Flüchtlinge im Libanon

News

Eine Patientin in Afrin mit einer Sauerstoffmaske. Foto: Ärzte de Welt Türkei
09.05.2022

Elf Jahre nach dem Beginn des Kriegs in Syrien ist die humanitäre Lage weiterhin katastrophal. Anlässlich der Brüssel-VI-Konferenz „Unterstützung der Zukunft Syriens und der Region“, die am 9. und 10. Mai mit zahlreichen Vertreter*innen staatlicher und nicht-staatlicher Institutionen stattfindet, erneuert Ärzte der Welt seine Forderungen.

Eine Frau in Afrin im Krankenhaus. Foto: Ärzte der Welt / Dünya Doktorları Derneği (DDD)
24.01.2022

In der Provinz Idlib im Nordwesten Syriens leben Hunderttausende Binnenflüchtlinge, vor allem Frauen und Kinder, unter schwierigsten Bedingungen. Der Winter verschlimmert ihre Situation. Ärzte der Welt erhält die medizinische Versorgung weiter aufrecht. Bitte helfen Sie mit Ihrer Spende.

Trotz der eisigen Kälte müssen die geflüchteten Menschen in Syrien in provisorischen Zelten leben. Foto: Esra Hacioglu_Anadolu Agency via AFP
15.12.2021

Weihnachtsbrief von François De Keersmaeker, Direktor Ärzte der Welt

Unsere Hilfe

KRISENOPFER

medizinische grundversorgung in flüchtlingslagern

 

Seit Oktober 2012 bietet Ärzte der Welt zusammen mit Mediziner*innen und Krankenpfleger*innen Vertriebenen in den Flüchtlingslagern von Idlib eine gesundheitliche Grundversorgung sowie sexual- und reproduktionsmedizinische Unterstützung. Ärzte der Welt ist in sieben Kliniken aktiv und unterstützt außerdem lokale syrische Partner. 

Ärzte der Welt unterstützt unter anderem postoperative Gesundheitszentren auf beiden Seiten der türkisch-syrischen Grenze. Schwer verletzte Opfer der Kampfhandlungen werden dort nach chirurgischen Eingriffen weiter versorgt. Ärzte der Welt arbeitet daran, die Versorgungsqualität durch Schulung des Personals in den Zentren zu verbessern.

 

Die Auswirkungen der Coronapandemie:

Covid-19 hat die ohnehin schon instabile Lage in der Region noch verschärft, da die Gesundheitsinfrastruktur, Ressourcen und Laborkapazitäten in Nordwestsyrien nicht ausreichen, um auf eine solche Krise angemessen zu reagieren. Ärzte der Welt ist die einzige Nichtregierungsorganisation, die in Nordwestsyrien PCR-Tests durchführen. Zudem haben wir die Verfahren in den Gesundheitseinrichtungen angepasst, um das Ansteckungsrisiko zu minimieren.

Was wir 2020 erreicht haben:

  • In Idlib und Aleppo haben wir gemeinsame mit unseren Kooperationspartnern über 384.800 Menschen medizinisch beraten und behandelt.
  • Ärzte der Welt hat als einzige Nichtregierungsorganisation im Nordwesten Syriens COVID-19-Tests durchgeführt.
  • Insgesamt 3.746 Binnenvertriebene in Idlib und Aleppo haben psychologische und psychosoziale Unterstützung erhalten.

Dieses Programm wird vom Auswärtigen Amt und von Sternstunden mitfinanziert.

Ein Nachsorgezentrum in Reyhanli. Foto: Olivier Papegnies
Ein Nachsorgezentrum in Reyhanli. Foto: Olivier Papegnies
Rückblick
2008
Beginn eines medizinischen Versorgungsprogramms in der Region von Aleppo
2011
Kriegsbeginn
2012
Unterstützung des postoperativen Zentrums in Reyhanli, in dem Flüchtlinge an der türkischen Grenze behandelt werden
2012
Einrichtung fester stationärer und mobiler Kliniken im Nordwesten des Landes
2013
Unterstützung medizinischer Infrastruktur im Inneren des Landes und Eröffnung eines Gesundheitszentrums für Mütter und Kinder
2014
Unterstützung des postoperativen Zentrums von Sarmada in der Region von Idlib
2016
Evakuierung von Ärzte der Welt-Mitarbeitern in Aleppo Stadt
2016
Fast 40.000 Konsultationen zwischen Oktober und Dezember 2016 in Syrien

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