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Mädchen in Nigeria

Zehntausende fliehen vor Boko Haram

Zehntausende fliehen vor Boko Haram

Kurz vor den nigerianischen Präsidentschaftswahlen im Februar sind zehntausende Menschen vor dem erneuten Aufflammen der Gewalt im Nordosten des Landes geflohen. Die Flüchtlingscamps im Bundesstaat Borno sind völlig überfüllt. Ärzte der Welt hat seine Aktivitäten in der Region deshalb ausgeweitet und leistet in einem der am stärksten betroffenen Lagern medizinische und psychologische Hilfe.

Rund 80.000 Männer, Frauen und Kindern sind in den vergangenen Wochen durch den Terror der Boko-Haram-Miliz vertrieben worden. „Im Teachers' Village Camp in Maiduguri wurden bereits 29.125 neue Vertriebene registriert, 6.714 weitere benötigen eine Unterkunft“, berichtet Charles Kiplangat, der Ärzte der Welt-Koordinator vor Ort. In dem Lager, das ursprünglich nur für 10.000 Menschen vorgesehen war, mangelt es folglich an allem: Essen, sanitären Anlagen und medizinischer Versorgung. Und die Situation droht, sich weiter zu verschlimmern, da immer mehr Menschen fliehen.

Seit Mitte Januar bietet Ärzte der Welt in dem Camp Unterstützung in den Bereichen sexuelle und reproduktive Gesundheit, geschlechtsbezogene Gewalt und psychische Gesundheit an.

Im Bezirk Borno sind seit 2016 medizinische Teams im Einsatz. Neben medizinischer Grundversorgung, wie Impfungen und der Versorgung mit notwendigen Medikamenten, bieten die Ärzte der Welt-Mitarbeiter/-innen auch psychologische Unterstützung und kümmern sich um Überlebende geschlechtsbezogener Gewalt. Eine Notfalleinheit behandelt Patient(inn)en, die von dem jüngsten Cholera-Ausbruch betroffen sind. Eine weitere versorgt dehydrierte Männer, Frauen und Kinder mit einer Spezialflüssigkeit.

Hintergrund:

Die radikalislamistische Miliz Boko Haram wurde 2002 gegründet und fordert eine strenge Anwendung des islamischen Scharia-Rechts. Seit 2013 haben ihre Mitglieder im Nordosten Nigerias mehr als 1.000 Kinder entführt und fast 20.000 Menschen getötet.

 

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