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Überschwemmung in Pakistan

COP 27: Die Klimakrise ist eine Gesundheitskrise

 

Die gewaltigen Überflutungen in Pakistan waren nur eine der verheerenden Folgen extremer Wetterereignisse in der jüngeren Zeit. Im Video berichtet die Ärzte der Welt-Landeskoordinatorin Wafa’a Al Saidy von den Auswirkungen. Lesen Sie außerdem, wie Ärzte der Welt sich zur Klimakrise positioniert.

Beispiel Pakistan

Der wahrscheinlich stärkste Monsun seit 30 Jahren führte im Juni zu schweren Überschwemmungen in Pakistan. 80 Prozent  des Landes und 33 Millionen Menschen sind davon betroffen. Die Bevölkerung musste vor den Wassermassen fliehen, lebt in der Nähe von schmutzigen Gewässern und ist mit durch Wasser übertragenen Krankheiten konfrontiert. Malaria, Denguefieber, akute wässriger Diarrhöe und Cholera drohen sich auszubreiten. Die mobilen Kliniken von Ärzte der Welt stellen medizinische Grundversorgung sowie sexuelle und reproduktive Gesundheitspflege bereit.

Als Gesundheitsorganisation konstatieren wir:
  • Die Klimakrise ist auch eine Gesundheitskrise. Sie wirkt sich nicht nur auf den Planeten, sondern auch auf uns Menschen und unser Wohlergehen aus.
  • Die Klimakrise betrifft besonders arme und oft marginalisierte Bevölkerungsgruppen, die bereits jetzt keine ausreichende medizinische Versorgung erhalten.
  • Das Recht auf Gesundheit muss für jede*n Einzelne*n gelten. Dazu gehört auch der Kampf gegen die Klimakrise und ihre Auswirkungen.
  • Als Folge der Klimakrise und unzureichender Schutzmaßnahmen verlieren Menschen ihr Leben, sie werden verletzt oder ihre Gesundheit ist gefährdet.
  • Wir fordern einen wirksamen und sozial gerechten Kampf gegen die Klimakrise, der alle Menschen einschließt.
Unsere Forderungen

Während der UN-Klimakonferenz COP 27 müssen die Regierungen ein klares Verfahren für die Finanzierung von Verlusten und Schäden in Ländern mit niedrigem Einkommen festlegen. Diese Länder erleben eine Klimakrise, die sich auch auf die Gesundheit der Menschen und die Gesundheitssysteme auswirkt.

Die Finanzierung von Gegenmaßnahmen zur Bekämpfung von (gesundheitlichen) Verlusten und Schäden sicherstellen
  • Die gesundheitlichen Auswirkungen der Klimakrise werden als nicht-ökonomische Verluste eingestuft, haben aber weitreichende wirtschaftliche Folgen für Haushalte, Gesundheitssysteme und ganze Länder. Sie müssen daher auch so behandelt und wirksam angegangen werden.
  • Wir fordern die internationale Gemeinschaft und die Geber auf, Länder des globalen Südens finanziell und technisch zu unterstützen, damit diese Länder Maßnahmen gegen die Auswirkungen der Klimakrise umsetzen können.
Die gesundheitlichen Auswirkungen der Klimakrise sichtbar machen
  • Es braucht gesundheitsbezogenen Indikatoren, um die Wirkung von Anpassungsmaßnahmen zu messen.
  • Die Gesundheitsbranche sowie besonders betroffene Bevölkerungsgruppen müssen in die Verhandlungen und die daraus resultierenden Maßnahmen miteinbezogen werden.
Die Finanzierung fossiler Brennstoffe beenden
  • Das Ärzte der Welt-Netzwerk schließt sich der Forderung des Vertrags über die Nichtverbreitung fossiler Brennstoffe an, um Leben zu schützen und Gesundheitsprobleme in diesem Zusammenhang zu verringern.
  • Die von fossilen Brennstoffen ausgehenden Gesundheitsrisiken sind zahlreich, darunter schwere Atemwegserkrankungen, Krebserkrankungen aufgrund von Luftverschmutzung. Dazu kommen indirekte Auswirkungen der Klimakrise wie Dürren, Überschwemmungen und extreme Wetterereignisse, die die Infrastrukturen und Gesundheitssysteme auf die Probe stellen.
  • Die Gesundheit von Menschen, die in der Nähe von Förder- und Raffineriestandorten arbeiten und leben, ist besonders gefährdet.
  • Der Ausstieg aus der Nutzung fossiler Brennstoffe würde jährlich weltweit 3,6 Millionen Todesfälle aufgrund von Luftverschmutzung verhindern.

 

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