Die NGO Ärzte der Welt e.V. hilft auch in Hamburg

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Sprechstunde von open.med in Hamburg. Foto: Ärzte der Welt

Die NGO Ärzte der Welt e.V. hilft auch in Hamburg

Hamburg

448

Patient*innen wurden 2019 versorgt

1.579

Konsultationen im Jahr 2019

96

Sprechstunden gehalten

 

Die Situation

Seit der Öffnung des Arbeitsmarktes innerhalb der Europäischen Union sind hunderttausende Migrant*innen aus Osteuropa nach Deutschland gekommen. Überdurchschnittlich oft sind Menschen aus Osteuropa im Niedriglohnsektor tätig. Sie arbeiten im Baugewerbe und in der Gebäudereinigung, sie pflücken Erdbeeren oder sind in der Schlacht- und Fleischverarbeitung beschäftigt. Für diese Menschen ist es besonders schwer, eine sozialversicherungspflichtige Anstellung zu finden. Daher weichen viele in die Selbstständigkeit aus. Der Verdienst reicht oft nicht für eine Krankenversicherung.

Für Patient*innen ohne oder nur mit einem erschwerten Zugang zur Gesundheitsversorgung bietet die Anlaufstelle open.med im Westend kostenlose medizinische Versorgung an.

 


Informationen, Adressen und Öffnungszeiten von unseren Anlaufstellen in Hamburg, München und Stuttgart finden Sie hier.
 

Projektreferentin Melanie Mücher mit kleinem Patient. Foto: Ärzte der Welt
Projektreferentin Melanie Mücher mit kleinem Patient. Foto: Ärzte der Welt

News

Jacqueline Evers, Projektleiterin von open.med Hamburg. Foto: privat
21.07.2021

Sie kennt Krankenhäuser in Hamburg genauso wie in Ghana oder Südindien, hat viel praktische Erfahrung und fundiertes Wissen zur öffentlichen Gesundheitsversorgung. Jacqueline Evers ist seit Januar 2021 Projektleiterin der open.med-Anlaufstelle in Hamburg. Hier beschreibt sie, was sie antreibt.

Viele Saisonarbeitskräfte aus Osteuropa haben keine Gesundheitsversorgung in Deutschland. Foto: David Gohlke
21.07.2021

Ohne sie würden in Deutschland vielerorts die Erdbeeren an den Sträuchern und der Spargel in der Erde bleiben: Die rund 250.000 Saisonarbeitenden, die nach Schätzungen des Deutschen Gewerkschaftsbundes hierzulande Jahr für Jahr auf Feldern Schwerstarbeit leisten – nicht selten unter ausbeuterischen Bedingungen. Ein Gespräch mit Projektleiterin Jacqueline Evers über diese Patient*innengruppe, die unsere Hamburger Anlaufstelle für Menschen ohne Zugang zum regulären Gesundheitssystem aufsuchen.

Patient*innen von open.med Hamburg werden durch das Fenster der Anlaufstelle versorgt. Foto: Bente Stachowske
21.07.2020

Viele Arztpraxen und Anlaufstellen für Menschen mit keinem oder nur eingeschränktem Zugang zum regulären Gesundheitssystem haben ihr Angebot wegen Corona reduziert oder ganz eingestellt. Um unsere Patient*innen weiterhin versorgen zu können, bietet open.med Hamburg regelmäßig eine Fenstersprechstunde an.

Das Projekt westend open.med in Hamburg bietet seit 2011 kostenlose und anonyme medizinische Hilfe für Menschen ohne Krankenversicherungsschutz an. Neben einer wöchentlich stattfindenden allgemeinmedizinischen Sprechstunde findet jeweils einmal monatlich eine Kindersprechstunde und zweimal monatlich eine Frauensprechstunde statt.

Das Team vor Ort besteht aus über 20 Personen, die vorwiegend ehrenamtlich arbeiten. Für spezielle Fragestellungen stellen etwa 40 Facharztpraxen und das Netz der Sozialberater*innen in Hamburg-Wilhelmsburg ihre Expertise zur Verfügung. Unser Ziel ist stets, die Betroffenen ins Regelsystem zu (re-)integrieren.

Die Dolmetscher*innen werden durch Spendengelder finanziert. Eine hauptamtliche Leiterin koordiniert das Projekt. open.med im Westend ist ein Kooperationsprojekt von hoffnungsorte hamburg und Ärzte der Welt e.V.

 

 

hoffnungsorte hamburg stellt in einer Vielzahl von Projekten Rückzugsraum und Schutz für Menschen zur Verügung, die Hilfe suchen.
hoffnungsorte hamburg stellt in einer Vielzahl von Projekten Rückzugsraum und Schutz für Menschen zur Verügung, die Hilfe suchen.

  • Ehepaar aus Bulgarien

    Elena T., 51 Jahre

    „Vor zwei Jahren hat mich ein Jugendlicher ins Gesicht geschlagen. Ich hatte einen Mittelgesichtsbruch und musste notoperiert werden. Eigentlich bin ich zum Erdbeerpflücken hierhergekommen, aber diese Arbeit kann ich jetzt nicht mehr machen. Ich war zwar krankenversichert, konnte die Beiträge aber nicht mehr bezahlen. Eine Bekannte wollte mir eine Niere abkaufen. Von dem Geld wollte ich meine Schulden bei der Krankenkasse bezahlen. Aber meine Niere habe ich dann doch nicht verkauft. Die Leute vom Projekt haben mich zu einer Schuldnerberatung geschickt.

    Seit ich in Deutschland bin, bin ich immer schlecht behandelt worden. Das erste Mal, dass mich jemand wie ein Mensch behandelt hat, war hier bei euch. 2016 bekam mein Mann einen Schlaganfall. Er ist halbseitig gelähmt und braucht einen Rollstuhl. Den haben wir gespendet bekommen. Jetzt kann er auch mal die Wohnung verlassen.“

    Elena T., 51 Jahre

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