Jetzt Spenden

Sprechstunde von open.med in Hamburg. Foto: Ärzte der Welt

Die NGO Ärzte der Welt e.V. hilft auch in Hamburg

Hamburg

448

Patient*innen wurden 2019 versorgt

1.579

Konsultationen im Jahr 2019

96

Sprechstunden gehalten

 

Die Situation

Seit der Öffnung des Arbeitsmarktes innerhalb der Europäischen Union sind hunderttausende Migrantinnen und Migranten aus Osteuropa nach Deutschland gekommen. Manche von ihnen verdienen so wenig, dass sie sich eine Krankenversicherung nicht leisten können. Ärzte der Welt bietet mit kostenloser medizinischer Versorgung in mehreren Städten Deutschlands Hilfe an. Darunter auch eine Ärzte der Welt Praxis in Hamburg.

Überdurchschnittlich oft sind Menschen aus Osteuropa – vor allem aus Bulgarien – im Niedriglohnsektor tätig. Sie arbeiten im Baugewerbe und in der Gebäudereinigung, sie pflücken Erdbeeren oder sind in der Schlacht- und Fleischverarbeitung beschäftigt. Für diese Menschen ist es besonders schwer, eine sozialversicherungspflichtige Anstellung zu finden. Daher weichen viele in die Selbstständigkeit aus und verdienen dabei so wenig, dass sie sich eine Krankenversicherung nicht leisten können. 

 

Für Patientinnen und Patienten ohne oder mit einem erschwerten Zugang zur Gesundheitsversorgung bietet die Anlaufstelle open.med im Westend kostenlose medizinische Versorgung an.

 


Informationen, Adressen und Öffnungszeiten von unseren Anlaufstellen in Berlin, Hamburg, München und Stuttgart finden Sie hier.
 

Projektreferentin Melanie Mücher mit kleinem Patient. Foto: Ärzte der Welt
Projektreferentin Melanie Mücher mit kleinem Patient. Foto: Ärzte der Welt

News

Patient*innen von open.med Hamburg werden durch das Fenster der Anlaufstelle versorgt. Foto: Bente Stachowske
21.07.2020

Viele Arztpraxen und Anlaufstellen für Menschen mit keinem oder nur eingeschränktem Zugang zum regulären Gesundheitssystem haben ihr Angebot wegen Corona reduziert oder ganz eingestellt. Um unsere Patient*innen weiterhin versorgen zu können, bietet open.med Hamburg regelmäßig eine Fenstersprechstunde an.

Arzt untersucht Kind in der open.med-Sprechstunde. Foto: Mike Yousaf
27.03.2018

In Hamburg, Stuttgart, Berlin und München bietet Ärzte der Welt kostenlose medizinische Behandlungen an für Menschen, die keinen oder nur eingeschränkten Zugang zu Gesundheitsversorgung haben. Dass diese Angebote immer nötiger werden, zeigt der steigende Andrang von Patientinnen und Patienten. Berichte aus unseren Anlaufstellen.

Ärzte der Welt setzt sich mit der Advocy-Arbeit für Patienten ein
04.10.2017

Sich für Menschen einzusetzen, deren Anliegen kaum gehört werden, ist zentral für das Selbstverständnis von Ärzte der Welt. Johanna Offe (hier links im Bild) vertritt ihre Interessen in Berlin. Ein Blick hinter die Kulissen unserer politischen Arbeit.

In unserer Ärzte der Welt-Praxis im Hamburger Stadtteil Wilhelmsburg behandeln wir Migrantinnen und Migranten ohne Krankenversicherung – kostenlos und auf Wunsch anonym. Es gibt eine allgemeinmedizinische Sprechstunde und spezielle Angebote für Frauen und Kinder. Etwa 80 Prozent der Patient*innen kommen aus Osteuropa, viele leben in prekären Verhältnissen.
Damit alle bedarfsgerecht versorgt werden können, arbeiten wir eng mit etwa 50 Arztpraxen, Krankenhäusern, sozialen Einrichtungen und Apotheken zusammen. Auch zwanzig Ärzte und Ärztinnen sowie fünf Dolmetscher*innen machen die Arbeit des Projektes durch ihr ehrenamtliches Engagement möglich.

Die Dolmetscherinnen werden durch Spendengelder finanziert. Eine hauptamtliche Leiterin koordiniert das Projekt. open.med im Westend ist ein Kooperationsprojekt von hoffnungsorte hamburg und Ärzte der Welt e.V.

 

 

hoffnungsorte hamburg stellt in einer Vielzahl von Projekten Rückzugsraum und Schutz für Menschen zur Verügung, die Hilfe suchen.
hoffnungsorte hamburg stellt in einer Vielzahl von Projekten Rückzugsraum und Schutz für Menschen zur Verügung, die Hilfe suchen.

  • Ehepaar aus Bulgarien

    Elena T., 51 Jahre

    „Vor zwei Jahren hat mich ein Jugendlicher ins Gesicht geschlagen. Ich hatte einen Mittelgesichtsbruch und musste notoperiert werden. Eigentlich bin ich zum Erdbeerpflücken hierhergekommen, aber diese Arbeit kann ich jetzt nicht mehr machen. Ich war zwar krankenversichert, konnte die Beiträge aber nicht mehr bezahlen. Eine Bekannte wollte mir eine Niere abkaufen. Von dem Geld wollte ich meine Schulden bei der Krankenkasse bezahlen. Aber meine Niere habe ich dann doch nicht verkauft. Die Leute vom Projekt haben mich zu einer Schuldnerberatung geschickt.

    Seit ich in Deutschland bin, bin ich immer schlecht behandelt worden. Das erste Mal, dass mich jemand wie ein Mensch behandelt hat, war hier bei euch. 2016 bekam mein Mann einen Schlaganfall. Er ist halbseitig gelähmt und braucht einen Rollstuhl. Den haben wir gespendet bekommen. Jetzt kann er auch mal die Wohnung verlassen.“

    Elena T., 51 Jahre

Ihre Unterstützung

Arbeiten Sie mit!

Unsere Stellenangebote.

Spenden

Helfen Sie mit!

Medical Help

Klicken Sie hier für medizinische Hilfe in Berlin, Hamburg, München und Stuttgart.


Click here for medical help in Berlin, Hamburg, Munich and Stuttgart.