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Sprechstunde von open.med in Hamburg. Foto: Ärzte der Welt

Die NGO Ärzte der Welt e.V. hilft auch in Hamburg.

Hamburg

109

Patient(innen) wurden pro Monat versorgt

1.306

Konsultationen im Jahr 2016

483

Patient(inn)en

Die Situation

Seit der Öffnung des Arbeitsmarktes innerhalb der Europäischen Union sind hunderttausende Migrantinnen und Migranten aus Osteuropa nach Deutschland gekommen. Manche von ihnen verdienen so wenig, dass sie sich eine Krankenversicherung nicht leisten können. Ärzte der Welt bietet mit kostenloser medizinischer Versorgung in mehreren Städten Deutschlands Hilfe an. Darunter auch eine Ärzte der Welt Praxis in Hamburg.

Überdurchschnittlich oft sind Menschen aus Osteuropa – vor allem aus Bulgarien – im Niedriglohnsektor tätig. Sie arbeiten im Baugewerbe und in der Gebäudereinigung, sie pflücken Erdbeeren oder sind in der Schlacht- und Fleischverarbeitung beschäftigt. Für diese Menschen ist es besonders schwer, eine sozialversicherungspflichtige Anstellung zu finden. Daher weichen viele in die Selbstständigkeit aus und verdienen dabei so wenig, dass sie sich eine Krankenversicherung nicht leisten können. 

Im Krankheitsfall eine Katastrophe.

Projektreferentin Melanie Mücher mit kleinem Patient. Foto: Ärzte der Welt
Projektreferentin Melanie Mücher mit kleinem Patient. Foto: Ärzte der Welt

News

Patient im Münchner Behandlungsbus. Foto: Ärzte der Welt
03.08.2017

Als Ende 2015 immer mehr Geflüchtete nach München kamen, initierte Ärzte der Welt ein mobiles Projekt: Mit einem Behandlungsbus fuhren die Teams in Gemeinschaftsunterkünfte und boten medizinische Versorgung an. Hier unser Fazit des erfolgreichen Projekts und Empfehlungen aus unseren Erfahrungen.

Ärzte der Welt bietet in den Münchner Flüchtlingsunterkünften psychosoziale Unterstützung an. Foto: David Gohlke
28.04.2017

Die ehrenamtlich tätigen Psychiater/innen von Ärzte der Welt beobachten während psychiatrischer Sprechstunden in Sammelunterkünften von Flüchtlingen eine besorgniserregende Zahl von psychischen Krankheiten.

Nicht alle Menschen können sanktionslos von ihrem Recht auf Gesundheitsversorgung Gebrauch machen. | Foto: Mike Yousaf
07.04.2017

Zum Weltgesundheitstag am 7. April macht Ärzte der Welt darauf aufmerksam, dass Menschen ohne Papiere in Deutschland keinen oder nur einen erschwerten Zugang zum Gesundheitssystem haben. Zusammen mit der BAG Gesundheit/Illegalität setzt sich Ärzte der Welt für einen diskriminierungsfreien Zugang zum Gesundheitssystem für diese Menschen ein.

In unserer Ärzte der Welt-Praxis im Hamburger Stadtteil Westend behandeln wir Migrantinnen und Migranten ohne Krankenversicherung – kostenlos und auf Wunsch anonym. Es gibt eine allgemeinmedizinische Sprechstunde und spezielle Angebote für Frauen und Kinder. Etwa 80 Prozent der Patient(inn)en kommen aus Osteuropa, viele leben in prekären Verhältnissen.
Damit alle bedarfsgerecht versorgt werden können, arbeiten wir eng mit etwa 50 Arztpraxen, Krankenhäusern, sozialen Einrichtungen und Apotheken zusammen. Zwei Ärzte, eine Ärztin und die Assistentinnen arbeiten ehrenamtlich für Ärzte der Welt.

Die Dolmetscherinnen werden durch Spendengelder finanziert. Eine hauptamtliche Leiterin koordiniert das Projekt. open.med Hamburg ist ein Kooperationsprojekt von hoffnungsorte hamburg und Ärzte der Welt e.V.

 

 

hoffnungsorte hamburg stellt in einer Vielzahl von Projekten Rückzugsraum und Schutz für Menschen zur Verügung, die Hilfe suchen, und hält im Nachbarschaftstreff westend in Wilhelmsburg die Sprechstunde der Migrantenmedizin ab.
hoffnungsorte hamburg stellt in einer Vielzahl von Projekten Rückzugsraum und Schutz für Menschen zur Verügung, die Hilfe suchen, und hält im Nachbarschaftstreff westend in Wilhelmsburg die Sprechstunde der Migrantenmedizin ab.

  • Ehepaar aus Bulgarien

    Elena T., 51 Jahre

    „Vor zwei Jahren hat mich ein Jugendlicher ins Gesicht geschlagen. Ich hatte einen Mittelgesichtsbruch und musste notoperiert werden. Eigentlich bin ich zum Erdbeerpflücken hierhergekommen, aber diese Arbeit kann ich jetzt nicht mehr machen. Ich war zwar krankenversichert, konnte die Beiträge aber nicht mehr bezahlen. Eine Bekannte wollte mir eine Niere abkaufen. Von dem Geld wollte ich meine Schulden bei der Krankenkasse bezahlen. Aber meine Niere habe ich dann doch nicht verkauft. Die Leute vom Projekt haben mich zu einer Schuldnerberatung geschickt.

    Seit ich in Deutschland bin, bin ich immer schlecht behandelt worden. Das erste Mal, dass mich jemand wie ein Mensch behandelt hat, war hier bei euch. 2016 bekam mein Mann einen Schlaganfall. Er ist halbseitig gelähmt und braucht einen Rollstuhl. Den haben wir gespendet bekommen. Jetzt kann er auch mal die Wohnung verlassen.“

    Elena T., 51 Jahre

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