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Eine Ärztin untersucht eine Mutter und ihr Kind. Foto: Ärzte der Welt

Kambodscha: Ärzte der Welt schenkt Kindern Lächeln

Kambodscha

25%

der Bevölkerung hat keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser

28%

der Menschen in Kambodscha leiden an Traumata

Die Situation

Der Bürgerkrieg unter der Terrorherrschaft der Roten Khmer vom 1975 bis 1979 hat in der kambodschanischen Gesellschaft tiefe Spuren hinterlassen, von denen sie sich bis heute noch nicht vollständig erholt hat. Bis zur endgültigen Auflösung der Roten Khmer 1998 starben Schätzungen zufolge zwischen 1,7 und 2,2 Millionen Menschen. Die Menschen sind verarmt und gesundheitlich unterversorgt. Viele leiden an Traumata.

Dennoch ist ein Aufschwung zu beobachten: Inzwischen besteht in den urbanen Gebieten Kambodschas eine fast ununterbrochene Stromzufuhr und immer mehr Menschen haben Zugang zu sauberem Trinkwasser. Auch in den ländlichen Gebieten, in denen rund 75 Prozent der Bevölkerung leben, verbessern sich die Lebensumstände, wenn auch langsam.

15 Prozent der Kambodschaner waren bis 2007 von Minenunfällen betroffen. 

Das Erbe von 40 Jahren ist noch immer spürbar. Während des benachbarten Vietnamkrieges von 1955 bis 1975 warf das amerikanische Militär über eine halbe Millionen Tonnen Minen und Streubomben über Kambodscha ab. Rund fünf Millionen aktive Sprengkörper werden noch in dem Land vermutet – eine große Gefahr für die Menschen und vor allem auch für Kinder. Kriegsverletzungen, Missbildungen und Krankheiten sind Gründe für die soziale und wirtschaftliche Ausgrenzung in Kambodscha.

Kind mit Gaumenspalte in Kamboscha. Foto: Fabian Fierchter
Kind mit Gaumenspalte in Kamboscha. Foto: Fabian Fierchter

News

Ärzte-Team am Münchner Flughafen
28.02.2018

Seit rund 15 Jahren fahren Spezialisten für plastische Chirurgie mit Ärzte der Welt nach Kambodscha, um dort Menschen mit angeborenen Fehlbildungen, Tumoren im Gesicht sowie Verbrennungs- und Unfallopfer zu behandeln. Wir haben sie am Flughafen getroffen.

Ärzte der Welt operiert in Kambodscha Menschen mit angeborenen Fehlbildungen, darunter viele Kinder. Foto: Ärzte der Welt
17.11.2017

Ehrenamtlich arbeitende Spezialisten von Ärzte der Welt helfen in Kambodscha Kindern und Erwachsenen mit angeborenen Fehlbildungen. Oft leiden die Patienten jahrelang unter ihren Entstellungen und werden nicht selten deswegen auch sozial ausgegrenzt.

Unsere Hilfe

KRISENOPFER
 

Seit 1989 ist Ärzte der Welt in Kambodscha tätig. Ein Team von Ärzten, einem Anästhesisten und Krankenschwestern reist jedes Jahr nach Phnom Penh, um plastische chirurgische Eingriffe vorzunehmen. Inzwischen hat sich das Projekt so weit entwickelt, dass die einheimischen Chirurgen weitgehend selbst operieren können. Um auf den neuen Bedarf zu reagieren, führen die Teams bei ihren jährlichen Einsätzen nun zusätzlich hochkomplexe Tumor-Operationen durch. Denn um größere Wucherungen zu entfernen und danach das Gesicht wiederherzustellen, fehlt in Kambodscha nach wie vor die Expertise.

 

Die Patient(inn)en kommen aus dem ganzen Land – dabei nehmen viele eine beschwerliche Reise auf sich. Sie haben durch Aufrufe im Radio, im Fernsehen oder durch Mundpropaganda von dem Einsatz erfahren. Während Ärzte der Welt sämtliche bei den Operationen anfallende Kosten übernimmt, greift unsere kambodschanische Partnerorganisation Smile Cambodia den Familien finanziell bei Transport, Verpflegung und Unterbringung unter die Arme. Ohne diese Hilfe wäre eine Behandlung für sie unerschwinglich. Gemeinsam mit Smile Cambodia und dem Khmer-Soviet-Friendship-Hospital in Phnom Penh haben wir außerdem ein Konzept erarbeitet, um noch mehr Fortbildungen für kambodschanische Kräfte anzubieten, damit sie in Zukunft ohne Unterstützung aus dem Ausland auskommen.

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Kambodscha: Das Lächeln zurückgeben. Video: Ärzte der Welt

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