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Claudia Rokitta setzt sich als Programmiererin ehrenamtlich für Ärzte der Welt ein. Foto: Claudia Rokitta

Claudia Rokitta: „Jeder kann sich einbringen“

 

Eine Programmiererin als Ehrenamtliche für eine medizinische NGO? Die Geschichte von Claudia Rokitta zeigt, wie Unternehmen und auch Menschen ohne spezielle medizinische Fähigkeiten Ärzte der Welt seit Jahren erfolgreich unterstützen.

Claudia Rokitta arbeitet schon seit Jahren unter anderem als Programmiererin bei der GKM Gesellschaft für Therapieforschung, ist zweifache Mutter und dachte sich trotzdem, „dass da noch was geht“. Schon vor den Kindern hatte die Biologin sich ehrenamtlich engagiert, nun wollte sie sich wieder pro bono einbringen. Auf der Freiwilligenmesse 2012 in München sah sie dann am Stand von Ärzte der Welt den Aufruf: „Unterstützung zur Datenerfassung gesucht“. Schon kurze Zeit später saß Rokitta im Ärzte der Welt-Büro und gab Patientendaten ein, die für einen Bericht ausgewertet werden sollten. „Es war eine Heidenarbeit. Die Papierakten waren manchmal kaum lesbar und wir mussten alles abtippen,“ erinnert sie sich. Um Abhilfe zu schaffen, schrieb sie kurzerhand eine Datenbank. Schon während der Behandlung konnte man in diese die Patientendaten anonym eingeben und die Auswertung der Informationen war viel einfacher. Für den Praxisalltag und die ehrenamtliche Betreuung der Patienten war die Datenbank eine enorme Erleichterung.

Doch das Münchner open.med-Projekt wuchs, neue Anlaufstellen in Hamburg, Berlin und das mobile Projekt mit dem Behandlungsbus kam hinzu, so dass die technischen Anforderungen immer größer wurden. „Wir brauchten etwas Neues“, erinnert sie sich. Auf einem Anwendertreffen gewann sie die Firma Interactive Systems als Unterstützerin für Ärzte der Welt. Seitdem stellt diese die benötigten Software-Lizenz samt Serverplatz für eine webbasierte Datenbank kostenfrei zur Verfügung. Die Gesellschaft für Therapieforschung finanzierte die Programmierung einer neuen Datenbank. Inzwischen betreuen neben Claudia Rokitta zwei weitere Programmierer ehrenamtlich die Datenverwaltung. GKM stellt dafür auch stundenweise einen Mitarbeiter frei. Dank des neuen Systems können nun alle Projektmitarbeiter von Ärzte der Welt unabhängig von Standort und Projekt immer die aktuellen Patientendaten und den Behandlungsstatus abrufen – eine wichtige Voraussetzung für eine qualitativ hochwertige Behandlung der Patientinnen und Patienten.

Möglichkeiten des Engagements gibt es viele

Alle, die ehrenamtlich etwas bewegen wollen, aber vielleicht noch zögern, ermutigt Claudia Rokitta: „Auch wenn man wie ich kaum Ahnung von Medizin hat und nicht viele Fremdsprachen spricht, kann man sich einbringen und viel erreichen.“ Umgekehrt gelte für Ärzte der Welt: Man müsse besser auf sich und die benötigte Hilfe aufmerksam machen – in ganz unterschiedlichen Berufssparten.

Schon jetzt gibt es bei Ärzte der Welt viele Beispiele dafür, wie wichtig Spenden von Zeit, Material und Know-how sind: Ein Autoliebhaber kümmert sich als ehrenamtlicher Fahrzeugwart um das Behandlungsfahrzeug des mobilen Projekts in München (?), ein Medizingerätehersteller spendet Ausrüstung für chirurgische Einsätze in Kambodscha.

Herzliches Dankeschön an alle Unterstützer/-innen

Ohne die Hilfe unserer engagierten Unterstützer/-innen, Spender/-innen, Ehrenamtlichen, Unternehmen und Privatpersonen könnte Ärzte der Welt den Menschen, die von Barrieren beim Zugang zu Gesundheitsversorgung betroffen sind, nicht effektiv genug helfen. Im Namen unserer Patientinnen und Patienten danken wir Ihnen dafür herzlich.

Wollen auch Sie helfen?

Wenn auch Sie Ärzte der Welt ehrenamtlich unterstützen möchten, so melden Sie sich einfach bei Andreja Topsch andreja.topsch@aerztederwelt.org.
Wir freuen uns, wenn Sie uns als Unternehmen durch Zeitspenden oder Know-How helfen möchten. Oder Sie unterstützen unsere Arbeit finanziell und ermöglichen so medizinische Hilfe für Menschen in Not: https://www.aerztederwelt.org/Gesundheit-schenken

 

Wenn Sie mehr zum Thema ehrenamtliches Engagement sehen möchten:

Filmemacher Mike A. Yousaf begleitete je drei unserer ehrenamtlichen Ärztinnen und unserer Patienten und schuf einen beeindruckenden Kurzfilm über die Arbeit von Ärzte der Welt in Deutschland.

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