Wegweiser für Betroffenevon sexualisierter Gewalt in München

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Frauen bei einer Veranstaltung zu Gender und Gewalt. Foto: Ärzte der Welt

Stark gegen Gewalt

Stark gegen Gewalt

 

Migrant*innen und Geflüchtete sind besonders häufig von geschlechtsbezogener Gewalt betroffen. Durch das internationale Projekt Reach Out will Ärzte der Welt den Zugang zu Hilfsangeboten verbessern. Ein neuer Wegweiser zeigt Anlaufstellen in München.

Geschlechtsbezogene Gewalt tritt in vielen Formen auf: Sie betrifft alle, die sexuell belästigt oder diskriminiert werden, die eine Vergewaltigung oder sexuellen Missbrauch erlebt haben. Dazu kommen Menschen, die auf Grund ihrer (wahrgenommenen) Geschlechtszugehörigkeit oder sexuellen Orientierung psychische, körperliche oder ökonomische Gewalt erleiden mussten. Frauen und Kinder in unsicheren Situationen sind besonders oft damit konfrontiert – und oft wissen sie nicht, ob und wie sie sich Hilfe suchen können.

Reach Out-Projekt soll Zugang zu Hilfsangeboten verbessern

Ärzte der Welt engagiert sich deshalb seit Dezember 2019 im EU-Projekt Reach Out. Es wird von den Ärzte der Welt-Sektionen in Deutschland, Belgien, den Niederlanden sowie dem Serbischen Roten Kreuz im jeweils eigenen Land umgesetzt. Das gemeinsame Ziel ist, für potenziell betroffene Migrant*innen und Geflüchtete den Zugang zu Hilfsangeboten und Unterstützung zu verbessern.

In München hat das Ärzte der Welt-Team bereits einiges in Bewegung gesetzt. So werden – trotz der coronabedingten Einschränkungen – geflüchtete Frauen in Gemeinschaftsunterkünften als Multiplikatorinnen ausgebildet.

Fortbildungen für Berater*innen

In einer Schulung für haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiterinnen einer Münchner Flüchtlingsunterkunft ging es um Themen rund um psychische Gesundheit wie das  Zusammenspiel von physischer und psychischer Gesundheit, Familienplanung und Frauenrechte.

Schulungen und Fortbildungen zu den Themen Gender und Gewalt für Mitarbeiter*innen der Asylsozialberatung in dem Anker-Zentrum Fürstenfeldbruck und in Münchner Kliniken sollen Ende des Jahres bzw. Anfang 2021 stattfinden.

Vernetzungstreffen fördert Austausch

Zudem werden sich Anfang Oktober Mitarbeiter*innen verschiedener Münchner Organisationen und Einrichtungen in einem Vernetzungstreffen über die jeweiligen Unterstützungsangebote und gemeinsamen Handlungsmöglichkeiten austauschen. Der neu erschienene Wegweiser zu den Münchner Anlaufstellen für Betroffene von geschlechtsspezifischer Gewalt ist dabei für Unterstützer*innen wie auch Betroffene gleichermaßen hilfreich.

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