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© Sébastien Duijndam

Zentralafrikanische Republik: Hunger und Bürgerkrieg

Zentralafrika

Nothilfe
2,5
Millionen

Menschen sind 2018 auf humanitäre Hilfe angewiesen

12,5
Prozent

der Kinder erleben ihren 5. Geburtstag nicht

700.000
Menschen

sind auf der Flucht

Die Situation

Brutale Gewalt gegen Zivilisten, Plünderungen, Brandschatzungen und Massenvertreibungen - jahrelange gewalttätige Auseinandersetzungen zwischen der Séleka, einer ehemaligen Rebellenkoalition, und lokalen Milizen haben in dem Land und bei der Bevölkerung tiefe Spuren hinterlassen. 
Sowohl in den Städten als auch auf dem Land hat sich die Armut verschlimmert, 2017 ist das Land im Entwicklungsindex der Vereinten Nationen auf den letzten Platz zurückgefallen.


Hunderttausende Menschen sind in Todesangst aus ihren Dörfern geflohen und leben unter dramatischen hygienischen Bedingungen in improvisierten Flüchtlingscamps. 

Schon vor dem Bürgerkrieg fehlten in der Zentralafrikanischen Republik grundlegende Infrastrukturen. Hinzu kommen noch die Konflikte in den Nachbarländern Demokratische Republik Kongo, Sudan und Südsudan und die dadurch verursachten Flüchtlingsbewegungen. Das staatliche Gesundheitssystem ist mit der Situation vollkommen überfordert.

Ein Kind wird von einem Helfer untersucht. Foto: Christophe Garcot
Ein Kind wird von einem Helfer untersucht. Foto: Christophe Garcot

News

Frauen und Kinder sind von der erschreckenden Situation in Zentralafrika besonders gezeichent. Foto: Sébastien Duijndam
25.06.2018

In der Zentralafrikanischen Republik tobt seit über zehn Jahren ein schwerer Bürgerkrieg. Gewalt, Plünderungen, Vergewaltigungen und Vertreibungen haben bereits hunderttausende Menschen zur Flucht gezwungen. Die Armut in den Städten und auf dem Land nimmt immer weiter zu. In fünf Gesundheitszentren und einem Krankenhaus bietet Ärzte der Welt medizinische Versorgung vor allem für Frauen und Kinder.

Gewaltopfer in ZAR. Foto: Ärzte der Welt
23.10.2017

Rund 100.000 Vertriebene, 200 Verletzte und 300 Tote allein im Mai 2017 sind die traurige Bilanz des seit Jahren tobenden Bürgerkriegs in der Zentralafrikanischen Republik. Frauen und Mädchen werden häufig Opfer sexueller Gewalt: Im Chaos des Krieges sind sie Vergewaltigern häufig schutzlos ausgeliefert und die Täter kommen ohne Strafe davon.

Zwei Schauspieler bei einer medizinischen Aufklärungskampagne, Zentralafrikanische Republik. Foto: Ärzte der Welt
16.08.2017

Seit 2013 ist kein Ende des blutigen Bürgerkriegs in der Zentralafrikanischen Republik abzusehen. Die Vereinten Nationen warnten unlängst vor einem Völkermord. Trotzdem berichten westliche Medien vergleichsweise wenig über die humanitäre Katastrophe in dem Land. Die Ärzte der Welt-Mitarbeiterin Mariam Janssen-Yousaf war dort und hat sich ein Bild von der Lage vor Ort gemacht.

Unsere Hilfe

KRISENOPFER

Verbesserung der Gesundheitsversorgung

Ärzte der Welt hat schon 2014 mit mobilen Versorgungseinheiten in Flüchtlingscamps Nothilfe geleistet. Mittlerweile unterstützen wir mit unserer Arbeit die örtlichen Strukturen: In fünf Gesundheitszentren und in einem Krankenhaus bieten wir kostenfreie basismedizinische und gynäkologische Programme an.Wir behandeln Menschen mit Mangelernährung, impfen Kinder, versorgen die Stationen mit Medikamenten und sorgen dafür, dass lebensbedrohliche Notfälle in entsprechende medizinische Einrichtungen gebracht werden. Die Zahl sexueller Straftaten ist erschreckend: zwischen Januar und Oktober 2015 wurden über 12.300 Vergewaltigungen registriert.

Ärzte der Welt kümmert sich in den Gesundheitszentren auch um die Opfer sexueller Gewalt. Neben medizinischer Versorgung erhalten die betroffenen Frauen juristische Hilfe. Hierbei kooperieren wir mit den lokalen Frauen- und Familienorganisationen AFJC (Association des Femmes Juristes de Centrafrique und ACABEF (Association centrafricaine pour le bien-être et la famille). Gemeinsam sensibilisieren wir das medizinische Personal und die Gesundheitshelfer/-innen in den Gemeinden für geschlechtsbezogene Gewalt und den Umgang mit ihren Folgen.

Dieses Programm wird vom Auswärtigen Amt mitfinanziert.

Kinder und Mütter werden von unseren Mitarbeitern geimpft. Foto: Ärzte der Welt
Kinder und Mütter werden von unseren Mitarbeitern geimpft. Foto: Ärzte der Welt

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