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Ärzte der Welt: Hilfe in Deutschland, die ankommt

Deutschland

7.229
Konsultationen

haben wir 2022 in unseren Praxen und Bussen durchgeführt.

98,0 %
unserer Patient*innen

lebten 2021 unter der Armutsgrenze

2.324
Patient*innen

haben wir 2022 beraten und behandelt

 

Unsere Anlaufstellen

In Deutschland bieten wir in unseren medizinschen Anlaufstellen kostenlose medizinische Versorgung und Beratung für Menschen an, die keinen oder nur eingeschränkten Zugang zum Gesundheitssystem haben.

 

Kontakt

Informationen, Adressen und die Öffnungszeiten unserer Anlaufstellen in Hamburg, München, Berlin und Stuttgart finden Sie hier.

Informationen zu unserem Projekt REACH.OUT finden Sie unter diesem Link.

 

Die Hilfe ist dringend nötig: Hunderttausende Männer, Frauen und Kinder leben in Deutschland offiziell ohne Krankenversicherung, eine genaue Zahl wird nicht erfasst. Aber auch Menschen mit Krankenversicherung – zum Beispiel Wohnungslose – haben oft Schwierigkeiten beim Zugang zum Gesundheitssystem: Diskriminierungserfahrungen, administrative Schwierigkeiten und mögliche Eigenbeteiligung an den Behandlungskosten hindern sie am Arztbesuch.

News

Workshop mit geflüchteten Frauen im Ankerzentrum. Foto: Ärzte der Welt
25.01.2024

Nötige Informationen zur Gesundheitsversorgung, zu psychischer Gesundheit und zu Hilfsangeboten in oberbayrischen Ankerzentren? Fehlanzeige! Ärzte der Welt hat - um diese Lücke zu schließen - im Jahr 2019 das Projekt reach.out gestartet. Projektleiterin Michelle Kerndl-Özcan erklärt, wie es Ärzte der Welt gelingt, geflüchtete Frauen zu stärken.

Anna Vodička, Referentin bei Ärzte der Welt. Foto: Ärzte der Welt
25.01.2024

Anna Vodička koordiniert mehrere unserer internationalen Projekte und ist für die Zusammenarbeit innerhalb des Ärzte der Welt-Netzwerks verantwortlich. Im Interview berichtet sie, was die Arbeit für sie besonders macht und wie sie mit emotionalen Belastungen, etwa bei unserem Projekt in den palästinensischen Gebieten, umgeht.

02.01.2024

Gesundheit von schutzsuchenden Menschen gefährdet: Zeitraum für abgesenkte Sozial- und Gesundheitsleistungen für Asylsuchende (AsylbLG) darf nicht verlängert werden!
Stand: 04.01.2023

Medizinische Hilfe

Die 17 Sektionen des Ärzte der Welt Netzwerks führen Gesundheitsprogramme in ihren jeweiligen Heimatländern durch. Hauptziel unserer Projekte ist es, unsere Patient*innen mit einem niedrigschwelligen Angebot medizinisch zu versorgen.

Wir bieten eine individuelle gesundheitliche, psychosoziale oder sozialrechtliche Beratung und helfen beim Zugang zu weiterführender fachärztlicher Versorgung, dem regulären Gesundheitssystem und zusätzlichen Hilfsangeboten.

Die Angebote werden möglich durch das Engagement von zahlreichen ehrenamtlichen Helfer*innen: Ärztinnen und Ärzte, Medizinstudierenden, Pfleger*innen, Dolmetscher*innen, Sozialberater*innen, Apotheker*innen und Verwaltungskräfte.

In München, Berlin und Hamburg

In den Anlaufstellen open.med bieten wir allgemeinmedizinische, kinderärztliche und frauenärztliche Sprechstunden an. In München gibt es zusätzlich Sprechstunden für chronisch und psychisch kranke Menschen.
 
Im Behandlungsbus von open.med München erhalten Menschen ohne Krankenversicherung mehrmals die Woche kostenlose medizinische Hilfe sowie soziale Beratung.
 

REACH.OUT

Im Projekt reach.out klären wir Asylbewerber*innen oder Geflüchtete in Oberbayern über das Gesundheitssystem in Deutschland und ihre medizinischen Rechte während des Asylverfahrens auf. Dazu bilden wir auch Geflüchtete zu sogenannten Multiplikator*innen aus. Diese können dann Bewohner*innen in den Unterkünften zu Themen wie gesundheitliche Rechte, psychische Gesundheit und Unterstützung bei genderbasierten Gewalterfahrungen informieren und beraten.

In Stuttgart

Im Behandlungsfahrzeug MedMobil erfolgt eine aufsuchende und anonyme medizinische Hilfe und Sozialberatung für Wohnungslose, Drogennutzer*innen, Jugendliche und andere Menschen in schwierigen sozialen Lebenssituationen.

 

Kontakt

Informationen, Adressen und die Öffnungszeiten unserer Anlaufstellen in Hamburg, München, Berlin und Stuttgart finden Sie hier.

 

Der Gesundheitsreport von Ärzte der Welt

Im Rahmen der Projekte erheben wir (anonymisierte) Daten unserer Klient*innen. So erhalten wir Informationen, welche Menschen in Deutschland keinen oder einen erschwerten Zugang zu Gesundheitsversorgung haben, welchen Barrieren sie begegnen und in welcher Lebenssituation sie sich befinden. Diese Daten nutzen wir auf vielfältige Weise, unter anderem  für das interne Qualitätsmanagement, Fördermittelanträge sowie für die politische und öffentlichkeitswirksame Arbeit. Ein wichtiges Instrument dafür ist unser jährlicher Gesundheitsreport. Dafür werten wir die erhobenen Daten in Kooperation mit der Abteilung für Infektions- und Tropenmedizin des Klinikums der Universität München aus.

Der Gesundheitsreport macht auf eine Lücke in der offiziellen Datenerhebung aufmerksam und zeigt, dass viele unserer Patient*innen nicht in den offiziellen Statistiken vorkommen. Außerdem gibt Ärzte der Welt eine Reihe von Empfehlungen, wie Akteur*innen in Politik und Gesundheitswesen die existierenden Missstände beheben können.

 

 

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