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Kindersprechstunde in München. Foto: Ärzte der Welt

Ärzte der Welt: Hilfe in Deutschland, die ankommt

Deutschland

4.077
Konsultationen

haben wir 2020 durchgeführt

97,2 %
unserer Patient*innen

lebten 2020 unter der Armutsgrenze

1.512
Patient*innen

haben wir 2020 beraten und behandelt

 

Die Situation

Nicht nur in den sogenannten Entwicklungsländern, sondern auch in Europa setzen wir uns mit Gesundheitsprogrammen für Benachteiligte ein. In Deutschland bieten wir Menschen, die keinen oder nur eingeschränkten Zugang zum Gesundheitssystem haben, kostenlose medizinische Versorgung und Beratung an. Und die Hilfe ist dringend nötig: Denn hunderttausende Männer, Frauen und Kinder leben in Deutschland offiziell ohne Krankenversicherung, eine genaue Zahl wird nicht erfasst.

Aber auch Menschen mit Krankenversicherung – zum Beispiel Wohnungslose – haben bisweilen Schwierigkeiten beim Zugang zum Gesundheitssystem: Diskriminierungserfahrungen, administrative Schwierigkeiten und mögliche Eigenbeteiligung an den Behandlungskosten hindern sie am Arztbesuch.

 

 

Corona-Virus SARS-CoV-2 / COVID-19:

Bitte beachten Sie die geänderten Konsultationszeiten unserer Anlaufstellen.

In den Anlaufstellen wurden umfangreiche Maßnahmen getroffen.

Weitere Informationen zum Virus und den häufigsten Fragen (am Ende des Artikels).

 


Informationen, Adressen und die geänderten Öffnungszeiten von unseren Anlaufstellen in Berlin, Hamburg, München und Stuttgart finden Sie hier.
 

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Im Behandlungsbus beim Einsatz am HBF München

News

Bei einem Einsatz des Behandlungsbusses von open.med in München - Viele Menschen warten, bis sie an der Reihe sind, um sich vom Ärzteteam untersuchen zu lassen.
26.11.2021

In 2.681 Konsultationen hat das Team des Ärzte der Welt-Projekts open.med in München von Januar bis September diesen Jahres Menschen ohne Zugang zum regulären Gesundheitssystem behandelt und beraten. Das sind 18 Prozent mehr Konsultationen als im Vorjahreszeitraum und so viel wie noch nie seit der Gründung des Projekts vor 15 Jahren. Auch die Zahl der Patient*innen war noch nie so hoch wie in den ersten drei Quartalen 2021: Mit durchschnittlich 168 Patient*innen im Monat ist sie im Vergleich zum Vorjahr um rund 14 Prozent gestiegen.

Demonstration für Klimaschutz in München
08.11.2021

Das Thema Gesundheit in alle Maßnahmen zum Klimaschutz miteinbeziehen und ärmere Länder dabei unterstützen, die Folgen der Klimakrise zu bewältigen: Dazu fordert Ärzte der Welt führende Politiker*innen anlässlich des Klimagipfels COP26 im schottischen Glasgow auf.

Durch das Projekt Reach Out soll der Zugang zu Hilfsangeboten für GBV-Betroffene verbessert werden. Foto: Ärzte der Welt
13.10.2021

Viele Frauen und Mädchen, die nach Deutschland geflüchtet sind, haben geschlechtsspezifische Gewalt erfahren oder sind ihr immer noch ausgesetzt. Es gibt Hilfsangebote, doch der Zugang zu ihnen ist für die Betroffenen oft schwierig. Ärzte der Welt arbeitet auf mehreren Ebenen daran, das zu ändern.

Unsere Hilfe

Im Jahr 2020 führten die 16 Sektionen des Ärzte der Welt Netzwerks insgesamt 161 Gesundheitsprogramme in ihren jeweiligen Heimatländern durch. In Deutschland bieten wir mit unseren Projekten open.med in München und Berlin, Ärzte der Welt mobil in München und MedMobil in Stuttgart sowie open.med Hamburg im westend Menschen ohne Zugang zum Gesundheitssystem medizinische Versorgung an.

Hauptziel unserer Projekte ist es, diese Patient*innen mit einem niedrigschwelligen Angebot medizinisch zu versorgen. Wir bieten eine individuelle gesundheitliche, psychosoziale oder sozialrechtliche Beratung und helfen beim Zugang zu weiterführender fachärztlicher Versorgung, dem regulären Gesundheitssystem und zusätzlichen Hilfsangeboten.

Unser Angebot:

Die Angebote stützen sich auf das Engagement von zahlreichen ehrenamtlichen Helfern: Ärztinnen und Ärzte, Medizinstudierenden, Pfleger*innen, Dolmetscher*innen, Sozialberater*innen, Apotheker*innen und Verwaltungskräfte. Es richtet sich an Menschen ohne oder nur mit einem eingeschränkten Zugang zu Gesundheitsversorgung.

… in München, Berlin und Hamburg:
In den Anlaufstellen bieten wir allgemeinmedizinische, kinderärztliche und frauenärztliche Sprechstunden an. In München und Berlin gibt es zusätzlich Sprechstunden für chronisch und psychisch kranke Menschen.
... in Stuttgart
Im Behandlungsfahrzeug MedMobil erfolgt eine aufsuchende und anonyme medizinische Hilfe und Sozialberatung für Wohnungslose, Drogennutzer*innen, Jugendliche und andere Menschen in schwierigen sozialen Lebenssituationen; präventive Maßnahmen wie Spritzentauschinfo-icon, Ausgabe von Kondomen oder Informationen über Hygiene und Ernährung.
...für Betroffene geschlechtsbezogener Gewalt:
Migrant*innen und Geflüchtete, vor allem Frauen, Kinder und Personen mit LGBTIQ*-Identität, sind besonders häufig von geschlechtsbezogener Gewalt betroffen, doch der Zugang zu Unterstützungsangeboten für diese Menschen ist oft eingeschränkt. Durch das Projekt "Reach Out" soll der Zugang zu notwendigen Unterstützungsleistungen für potenziell betroffene Migrant*innen und Geflüchtete verbessert werden.
 
 
Förderung durch SKala-Initiative

SKala ist eine Initiative der Unternehmerin Susanne Klatten in Partnerschaft mit dem gemeinnützigen Analyse- und Beratungshaus PHINEO. SKala fördert etwa 100 gemeinnützige Organisationen mit insgesamt bis zu 100 Millionen Euro in den Bereichen Inklusion und Teilhabe, Engagement und Kompetenzförderung, Brücke zwischen den Generationen sowie Vergessene Krisen. Unterstützt werden ausschließlich Organisationen, die gegenüber PHINEO eine große soziale Wirkung nachgewiesen haben.

 

Über den Zeitraum von drei Jahren (1. Juni 2018 - 31. Mai 2021) fördert die SKala-Initiative die Inlandsprojekte von Ärzte der Welt: Unterstützt werden unter anderem die Projekte in München, Berlin, Hamburg und Stuttgart, der Bereich Mental Health sowie unsere politische Arbeit, in der wir uns auf gesellschaftlicher Ebene für eine Gesundheit für alle einsetzen.

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