Ärzte der Welt: Hilfe in Deutschland, die ankommt

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Ärzte der Welt: Hilfe in Deutschland, die ankommt

Deutschland

4.077
Konsultationen

haben wir 2020 durchgeführt

97,2 %
unserer Patient*innen

lebten 2020 unter der Armutsgrenze

1.512
Patient*innen

haben wir 2020 beraten und behandelt

 

Die Situation

In Deutschland bieten wir kostenlose medizinische Versorgung und Beratung für Menschen an, die keinen oder nur eingeschränkten Zugang zum Gesundheitssystem haben. Und die Hilfe ist dringend nötig: Hunderttausende Männer, Frauen und Kinder leben in Deutschland offiziell ohne Krankenversicherung, eine genaue Zahl wird nicht erfasst.

Aber auch Menschen mit Krankenversicherung – zum Beispiel Wohnungslose – haben oft Schwierigkeiten beim Zugang zum Gesundheitssystem: Diskriminierungserfahrungen, administrative Schwierigkeiten und mögliche Eigenbeteiligung an den Behandlungskosten hindern sie am Arztbesuch.

 

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Zu Besuch in Hamburg bei open.med im Westend

News

Lea Gelfert. Foto: privat
28.09.2022

Gerade volljährig ging Lea Gelfert für ein Jahr nach Kamerun, um an einer Schule zu arbeiten. Im Interview erzählt die Referentin für Fundraising, wie sehr sie diese Erfahrung geprägt hat und worum es im Dialogmarketing bei Ärzte der Welt geht.

Verschiedene Organisationen demonstrieren vor dem Reichstag in Berlin zur Kampagne GleichBeHandeln. Foto: Peter Groth
15.09.2022

Die Gesellschaft für Freiheitsrechte hat gemeinsam mit einem schwerkranken Kläger aus dem Kosovo und der Organisation Ärzte der Welt Verfassungsbeschwerde eingereicht, um das Recht auf Gesundheitsversorgung für Menschen ohne Papiere durchzusetzen. Angegriffen wird die europaweit einzigartige Meldepflicht, die Menschen ohne geregelten Aufenthaltsstatus davon abhält, notwendige medizinische Behandlung in Anspruch zu nehmen.

Ärzte der Welt-Behandlungsbus in München. Foto: Chris Schmid
31.08.2022

Eine große Zahl von Menschen in Deutschland droht seit dem 31. August in existenzielle Schwierigkeiten zu geraten: An diesem Tag endetet die Übergangsverordnung, durch die Menschen aus der Ukraine unabhängig ihrer Staatsangehörigkeit legal ohne Visum nach Deutschland einreisen und sich dort aufhalten durften. Welche psychischen und physischen Belastungen das für Betroffenen mit sich bringt, zeigt ein Fall aus unserer Münchner Anlaufstelle.

Unsere Hilfe

Im Jahr 2020 führten die 17 Sektionen des Ärzte der Welt Netzwerks insgesamt 161 Gesundheitsprogramme in ihren jeweiligen Heimatländern durch. In Deutschland unterhält Ärzte der Welt die Anlaufstellen

Hauptziel unserer Projekte ist es, unsere Patient*innen mit einem niedrigschwelligen Angebot medizinisch zu versorgen. Wir bieten eine individuelle gesundheitliche, psychosoziale oder sozialrechtliche Beratung und helfen beim Zugang zu weiterführender fachärztlicher Versorgung, dem regulären Gesundheitssystem und zusätzlichen Hilfsangeboten.

Die Angebote werden möglich durch das Engagement von zahlreichen ehrenamtlichen Helfer*innen: Ärztinnen und Ärzte, Medizinstudierenden, Pfleger*innen, Dolmetscher*innen, Sozialberater*innen, Apotheker*innen und Verwaltungskräfte.

Unser Angebot für Menschen ohne oder nur mit einem eingeschränkten Zugang zu Gesundheitsversorgung:
… in München und Hamburg:
In den Anlaufstellen bieten wir allgemeinmedizinische, kinderärztliche und frauenärztliche Sprechstunden an.
In München gibt es zusätzlich Sprechstunden für chronisch und psychisch kranke Menschen.
Im Behandlungsbus von open.med München erhalten Menschen ohne Krankenversicherung mehrmals die Woche kostenlose medizinische Hilfe sowie soziale Beratung.
 
 
 
... in Stuttgart:
Im Behandlungsfahrzeug MedMobil erfolgt eine aufsuchende und anonyme medizinische Hilfe und Sozialberatung für Wohnungslose, Drogennutzer*innen, Jugendliche und andere Menschen in schwierigen sozialen Lebenssituationen.

Die Wirkung unserer Inlandsprojekte wurde im Jahr 2021 einer tiefgehenden Analyse unterzogen. Der Bericht ist PDF icon hier nachzulesen.

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