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Kindersprechstunde in München. Foto: Ärzte der Welt

Ärzte der Welt: Hilfe in Deutschland, die ankommt

Deutschland

8.508
Konsultationen

haben wir 2019 durchgeführt (10% mehr als 2018)

974
Sprechstunden

wurden 2019 in den 5 Inlandsprojekten abgehalten

2.583
Patnient*innen

haben wir 2019 beraten und behandelt

Die Situation

Nicht nur in den sogenannten Entwicklungsländern, sondern auch in Europa setzen wir uns mit Gesundheitsprogrammen für Benachteiligte ein. In Deutschland bieten wir Menschen, die keinen oder nur eingeschränkten Zugang zum Gesundheitssystem haben, kostenlose medizinische Versorgung und Beratung an. Und die Hilfe ist dringend nötig: Denn hunderttausende Männer, Frauen und Kinder leben in Deutschland offiziell ohne Krankenversicherung, eine genaue Zahl wird nicht erfasst.

Aber auch Menschen mit Krankenversicherung – zum Beispiel Wohnungslose – haben bisweilen Schwierigkeiten beim Zugang zum Gesundheitssystem: Diskriminierungserfahrungen, administrative Schwierigkeiten und mögliche Eigenbeteiligung an den Behandlungskosten hindern sie am Arztbesuch.

 

 

Corona-Virus SARS-CoV-2 / COVID-19:

Bitte beachten Sie die geänderten Konsultationszeiten unserer Anlaufstellen.

In den Anlaufstellen wurden umfangreiche Maßnahmen getroffen.

Weitere Informationen zum Virus und den häufigsten Fragen (am Ende des Artikels).

 


Informationen, Adressen und die geänderten Öffnungszeiten von unseren Anlaufstellen in Berlin, Hamburg, München und Stuttgart finden Sie hier.
 

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Im Behandlungsbus beim Einsatz am HBF München

News

04.08.2020

Mehr zu tun und ein erhöhtes Risiko: Die Corona-Pandemie hat die Arbeit in unserer Münchner Anlaufstelle noch herausfordernder gemacht. Wie unsere Sprechstunden unter erschwerten Bedingungen ablaufen.

Patient*innen von open.med Hamburg werden durch das Fenster der Anlaufstelle versorgt. Foto: Bente Stachowske
21.07.2020

Viele Arztpraxen und Anlaufstellen für Menschen mit keinem oder nur eingeschränktem Zugang zum regulären Gesundheitssystem haben ihr Angebot wegen Corona reduziert oder ganz eingestellt. Um unsere Patient*innen weiterhin versorgen zu können, bietet open.med Hamburg regelmäßig eine Fenstersprechstunde an.

Mitarbeiter von open.med München mit Schutzmasken. Foto: Ärzte der Welt
21.07.2020

Die Covid-19 Pandemie wirft ein Schlaglicht auf politische Versäumnisse. Missstände in der Gesundheitsversorgung, die wir seit langem gegenüber politischen Entscheidungsträgern anprangern, sind umso deutlicher zutage getreten. Doch es sind auch Fortschritte zu verzeichnen, für die sich auch Ärzte der Welt eingesetzt hat.

Unsere Hilfe

Im Jahr 2020 führten die 16 Sektionen des Ärzte der Welt Netzwerks insgesamt 161 Gesundheitsprogramme in ihren jeweiligen Heimatländern durch. In Deutschland bieten wir mit unseren Projekten open.med in München und Berlin, Ärzte der Welt mobil in München und MedMobil in Stuttgart sowie open.med Hamburg im westend Menschen ohne Zugang zum Gesundheitssystem medizinische Versorgung an.

Hauptziel unserer Projekte ist es, diese Patient*innen mit einem niedrigschwelligen Angebot medizinisch zu versorgen. Wir bieten eine individuelle gesundheitliche, psychosoziale oder sozialrechtliche Beratung und helfen beim Zugang zu weiterführender fachärztlicher Versorgung, dem regulären Gesundheitssystem und zusätzlichen Hilfsangeboten.

Unser Angebot:

Die Angebote stützen sich auf das Engagement von zahlreichen ehrenamtlichen Helfern: Ärztinnen und Ärzte, Medizinstudierenden, Pfleger*innen, Dolmetscher*innen, Sozialberater*innen, Apotheker*innen und Verwaltungskräfte. Es richtet sich an Menschen ohne oder nur mit einem eingeschränkten Zugang zu Gesundheitsversorgung.

… in München, Berlin und Hamburg:
In den Anlaufstellen bieten wir allgemeinmedizinische, kinderärztliche und frauenärztliche Sprechstunden an. In München und Berlin gibt es zusätzlich Sprechstunden für chronisch und psychisch kranke Menschen.
... in Stuttgart
Im Behandlungsfahrzeug MedMobil erfolgt eine aufsuchende und anonyme medizinische Hilfe und Sozialberatung für Wohnungslose, Drogennutzer*innen, Jugendliche und andere Menschen in schwierigen sozialen Lebenssituationen; präventive Maßnahmen wie Spritzentauschinfo-icon, Ausgabe von Kondomen oder Informationen über Hygiene und Ernährung.
...für Betroffene geschlechtsbezogener Gewalt:
Migrant*innen und Geflüchtete, vor allem Frauen, Kinder und Personen mit LGBTIQ*-Identität, sind besonders häufig von geschlechtsbezogener Gewalt betroffen, doch der Zugang zu Unterstützungsangeboten für diese Menschen ist oft eingeschränkt. Durch das Projekt "Reach Out" soll der Zugang zu notwendigen Unterstützungsleistungen für potenziell betroffene Migrant*innen und Geflüchtete verbessert werden.
 
 
Förderung durch SKala-Initiative

SKala ist eine Initiative der Unternehmerin Susanne Klatten in Partnerschaft mit dem gemeinnützigen Analyse- und Beratungshaus PHINEO. SKala fördert etwa 100 gemeinnützige Organisationen mit insgesamt bis zu 100 Millionen Euro in den Bereichen Inklusion und Teilhabe, Engagement und Kompetenzförderung, Brücke zwischen den Generationen sowie Vergessene Krisen. Unterstützt werden ausschließlich Organisationen, die gegenüber PHINEO eine große soziale Wirkung nachgewiesen haben.

 

Über den Zeitraum von drei Jahren (1. Juni 2018 - 31. Mai 2021) fördert die SKala-Initiative die Inlandsprojekte von Ärzte der Welt: Unterstützt werden unter anderem die Projekte in München, Berlin, Hamburg und Stuttgart, der Bereich Mental Health sowie unsere politische Arbeit, in der wir uns auf gesellschaftlicher Ebene für eine Gesundheit für alle einsetzen.

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